Auf Deponien landet kein Abfall

Am Medienanlass mit Regierungsrat René Bünter (2. v. r.) zeigten die Verantwortlichen auf, dass rekultiviertes Deponieland wertvolles Landwirtschaftsland ist.

Im Kanton Schwyz fallen pro Jahr 700 000 Kubikmeter Aushub an. Wird dieser richtig deponiert, entsteht nach der Rekultivierung wieder wertvolles Landwirtschaftsland. Oft qualitativ besser als zuvor.

«Das Wort Deponie ist negativ belastet, wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass dies positiver wird.» Regierungsrat René Bünter und die Betreiber der Deponie Rütli nahe Schwyz zeigten am gestrigen Medienanlass auf, dass Deponie nicht in Verbindung mit Abfall gebracht werden sollte. Zumindest nicht auf den Schwyzer Deponien. Denn auf Kantonsgebiet werden grösstenteils nur unverschmutztes Aushub- und Erdmaterial abgelagert. Verschmutzter Aushub, Muldengut, Gewerbeabfälle, Schlacken und Schlamme sind ausdrücklich verboten. Lediglich Inertstoffe, hauptsächlich Bauschutt, werden an wenigen Standorten zusätzlich deponiert.

Toni Zumbühl-Bolfing, Senior-Chef des Bauunternehmens Bolfing, welche die Deponie Rütli betreibt, hat klare Vorstellungen über die Rekultivierung von Deponien: «Ziel ist es, dass man danach besser bewirtschaftbares und qualitativ hochwertigeres Land hat.» Und wie Silvia Zumbühl, Geschäftsführerin des Unternehmens anfügt, wird stets darauf geachtet, dass ein Teil der Deponiefläche vom Bauern bewirtschaftet werden kann. Möglich wird dies durch etappiertes Vorgehen. Und sollte einmal Material angeliefert werden, das nicht den Bestimmungen entspricht, so wird die Annahme verweigert.

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