In den Ferien nur widerwillig mit der Schule auf die Piste

Ob und wie stark die Anzahl Skilager rückläufig ist, ist schwierig abzuschätzen, denn es gibt keine offiziellen Zahlen. Das «Skilagersterben» in Ausserschwyz zu verhindern, ist deshalb stark von der Initiative der Klassenlehrer abhängig. Eine Umfrage dieser Zeitung zeigt erfreuliche Resultate: In der Primarschule fahren die meisten fünften oder sechsten Klassen ins Skilager, mit Ausnahme von Innerthal und Vorderthal. Und in der Sekundarschule erleben die meisten Schüler entweder ein Sommer- oder ein Herbstlager.

Der Organisationsaufwand ist beträchtlich. Nur schon, wenn man daran denkt, dass nicht alle Schüler Ski fahren können oder eigene Wintersportgeräte besitzen. Nicht zuletzt kommt der finanzielle Aspekt hinzu. Die meisten Schneesportlager in dieser Region kosten die Eltern um die 200 Franken. Damit ist knapp die Hälfte der anfallenden Kosten gedeckt. Der Rest wird von den Gemeinden getragen und durch Schüler-Aktionen mitfinanziert. Trotz des grossen Aufwandes entscheiden sich viele Lehrpersonen für ein Winterlager, die Erfolgserlebnisse seien vor allem für Anfänger unbezahlbar.

Aufwendige Teilnehmersuche

Finden die Schneesportlager während der Schulzeit statt, sind sie meist obligatorisch. Wenn ein Kind beispielsweise krankheitshalber nicht teilnehmen kann, muss der Schüler in dieser Zeit den Unterricht in einer anderen Klasse besuchen.

Wenn die Schneesportlager aber ausserhalb der Schulzeit stattfinden, ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, Teilnehmer zu finden, wie Erwin Vogel von der Kantonsschule Ausserschwyz am eigenen Leib erfahren hat. Die letzten zwei Jahre brachen die Zahlen bei den Anmeldungen ein – momentan läuft die Anmeldefrist für das Lager von Ende Februar. «Ich muss fast krampfhaft Werbung machen», so der Biologie- und Sportlehrer. Nicht selten erhalte er Telefonanrufe von Eltern, ob er ihren Nachwuchs nicht für das Lager motivieren könne. (pp)