Mit Jacobacci kehrt im Wallis Hoffnung ein

Auswärts gegen Luzern anzutreten, die zweitbeste Mannschaft seit der Winterpause, ist für Sion keine einfache Aufgabe. Dennoch könnte das Schlusslicht am Sonntagnachmittag die Lücke schliessen.

Seit Maurizio Jacobacci das Traineramt vom glücklosen und unverstandenen Spanier Gabri übernommen hat, keimt im Wallis berechtigte Hoffnung auf, dass man den ersten Abstieg seit der Zwangsrelegation von 2002 abwenden kann. Jacobacci hat die Mannschaft mit 17 Punkten aus 20 Spielen übernommen. Unter dem Italo-Berner gewannen die Walliser in acht Spielen elf Punkte dazu. Und sie hatten dabei keineswegs Glück. So verpassten sie mit schierem Pech in Basel ein Unentschieden und daheim gegen Zürich den Sieg.

Wenn Sion in Luzern gewinnt und Lausanne in Basel verliert, werden am Sonntagabend fünf Mannschaften am Tabellenende nur durch einen Punkt getrennt sein. Die Gruppe würde die Grasshoppers, Thun und Lugano mit je 32 sowie Lausanne und Sion mit je 31 Punkten umfassen. Und die neutralen Fans könnten sie für die verbleibenden sieben Runden auf den härtesten und spannendsten Abstiegskampf der letzten Jahre freuen.

Die Super-League-Spiele vom Sonntag im Überblick:

Basel – Lausanne (1:2, 4:1, 1:1). – Sonntag, 16.00 Uhr. – SR Fähndrich. – Absenzen: Xhaka und Balanta (beide verletzt); Monteiro (gesperrt), Manière, Dominguez und Pasche (alle verletzt). – Fraglich: Oberlin (krank); – . – Statistik: Seit dem 0:1 in Luzern halten die Basler mit YB zwar nicht leistungsmässig, aber immerhin nach Punkten mit. Die zehn Punkte aus vier Spielen beweisen eine klare Verbesserung in der Mannschaft von Raphael Wicky. Die Waadtländer sind auf Punkte angewiesen, nachdem sie nur eines der letzten neun Spiele gewonnen haben. Ein Coup wie im September, als sie in Basel 2:1 siegten, würde ihnen sehr dienen.

Luzern – Sion (1:1, 2:1, 1:1). – Sonntag, 16.00 Uhr. – SR Tschudi. – Absenzen: Lucas, Schwegler, Cirkovic, Schulz, Schmid und Gvilia (alle verletzt); Mitrjuschkin, Zock, Kukeli und Adryan (alle verletzt). – Fraglich: Schürpf, Juric, Demhasaj, Grether und Kryeziu; Kasami. – Statistik: Beim bescheidenen Thun musste Luzern die erste Niederlage seit der Winterpause hinnehmen. Die erste Niederlage war es mithin auch für Gerardo Seoane als Cheftrainer. Am Sonntag erwartet die Innerschweizer auch daheim keine leichte Aufgabe. Gegner Sion hat sich nach dem Trainerwechsel zu Maurizio Jacobacci massiv gesteigert. Aus den letzten fünf Spielen schauten zwei Siege und zwei Remis heraus. Die 0:1-Niederlage in Basel war überdies unverdient. Sion hat jedoch keine der letzten fünf Direktbegegnungen gegen Luzern gewonnen.

Young Boys – Zürich (0:0, 2:1, 2:1). – Sonntag, 16.00 Uhr. – SR Schärer. – Absenzen: Nuhu (gesperrt), Sow, Lotomba und Von Ballmoos (alle verletzt); Nef, Schättin (beide gesperrt), Alesevic und Sarr (beide verletzt). – Fraglich: – ; Schönbächler. – Statistik: Vor diesem Halbklassiker des Schweizer Fussballs haben die Young Boys alle hohen Trümpfe in der Hand. Seit der Winterpause liefern sie Woche für Woche gute Leistungen ab. Einzig Basel musste sich den Bernern (beim 2:2 in Bern) nicht beugen. Zürich kommt unter Ludovic Magnin kaum besser voran als unter Uli Forte. Nach dem Startfurioso beim 3:0-Sieg gegen Lugano – drei Tore in den ersten 19 Minuten – ist kaum noch etwas gegangen: 4 Spiele, 2 Punkte, 3:7 Tore. Aus den letzten zehn Spielen gegen YB holte der FCZ nur drei Punkte – durch drei Unentschieden.

Rangliste: 1. Young Boys 28/65 (68:30). 2. Basel 28/52 (49:23). 3. St. Gallen 29/45 (45:52). 4. Luzern 28/40 (39:42). 5. Zürich 28/37 (35:35). 6. Grasshoppers 29/32 (35:41). 7. Thun 29/32 (43:54). 8. Lugano 29/32 (28:44). 9. Lausanne-Sport 28/31 (40:53). 10. Sion 28/28 (38:46).