«Bereits jetzt ist die tiefere Hälfte des Zürichsees tot»

Guy Periat und Stéphane Ecuer, zwei Mitarbeitende des «Projet Lac», untersuchen die Fischbestände beim Elektrofischen. Bild zvg

Durch die heissen Temperaturen der letzten Sommer hat sich die Nährstoffbilanz des Zürichsees weiter verschlechtert. Nun hat es zu wenig Sauerstoff in den Tiefen des Sees, zum Leidwesen der Fische. Die Situation in den Schwyzer Seen ist kritisch für die Fische: Das Oberflächenwasser erwärmt sich im Frühjahr und Sommer immer stärker und kühlt sich im Winter nicht mehr richtig ab. So durchmischt sich das Seewasser nicht mehr, und mit ihm der Sauerstoff und die Nährstoffe. Das wird zu einem grossen Problem: Das im Sommer bis zu 26 Grad aufgewärmte Wasser hat eine kleinere Dichte als das vier Grad kalte Wasser am Seegrund. Der See bildet zwei Schichten, wobei das wärmere und nährstoffreiche Wasser wie ein Deckel oben aufliegt. Algen und Pflanzen, die Sauerstoff produzieren, sind in untiefen Bereichen konzentriert. Sie sind Futter für verschiedene Kleintiere, die dann wiederum von den Fischen gefressen werden. (geh)

Ausführliche Berichterstattung in der Ausgabe vom Dienstag.