Vermischtes
«Ich geniesse jeden Auftritt»
Der Einsiedler Urs Meier ist seit März Akkordeonist der bekannten Jodlerfamilie Oesch’s die Dritten. In den vergangenen Monaten hat er bereits einige Höhepunkte erlebt.
Einsiedeln. – Bei Urs Meier läuft es zurzeit beruflich und privat rund. Im Januar wurde er Vater von Vierlingen, und seit März steht er mit Oesch’s die Dritten im In- und Ausland auf den Bühnen. Daneben betreibt der 31-Jährige, der in Einsiedeln aufgewachsen ist und nun mit seiner Familie im nidwaldnerischen Emmetten wohnt, in Beckenried eine eigene Akkordeon-Werkstatt. «Um alles unter einen Hut zu bringen, braucht es vor allem eine starke Partnerin», sagt Meier. Es sei wichtig, dass sie hinter seinen Tätigkeiten stehe.
Als Achtjähriger begann Urs Meier an der Musikschule Einsiedeln mit dem Akkordeonspielen und erhielt danach Unterricht bei Ernst Kaelin in Wollerau. Später bildete er sich im klassischen Bereich weiter. Ein grosser Traum ging für ihn in Erfüllung, als er im Milleniumsjahr bei der Kapelle Philipp Mettler einsteigen durfte. Bis zu deren Auflösung 2006 war er dort als Akkordeonist tätig. Danach gründete er das Akkordeonduo Urs
Meier-Remo Gwerder. 2008 nahm der Einsiedler zusammen mit Manuela Fellner am «Grand Prix der Volksmusik» teil. Dort begegnete er zum ersten Mal der bekannten Jodlerfamilie Oesch’s die Dritten. «Danach liefen wir uns immer wieder über den Weg», blickt Meier zurück. «Dass sie mich als Nachfolger von Heinz Haldi angefragt haben, war aber eher Zufall». Hansueli, der Vater von Melanie, habe sich zwar an ihn erinnert, aber keinen Musiker aus einer bestehenden Formation «reissen» wollen. «Er hat dann aber mitbekommen, dass sich meine Kollegen von MeierGwerder auch an anderen Projekten beteiligen und hat mich angerufen», führt Urs Meier aus. Nach Gesprächen mit seiner Lebenspartnerin Tamara Würsch und seinen Musik-kollegen hat der Einsiedler dann den Oeschs zugesagt.
Als Erstes zum «Musikantenstadl»
Seit März verstärkt Urs Meier nun die Berner Oberländer Familie. Und der erste gemeinsame Auftritt führte die Sechs direkt ins Fernsehen, in den «Musikantenstadl». «Die Zusammenarbeit mit der Oesch-Familie ist genial», sagt Meier. «Ich schätze sie als sehr liebe und verständnisvolle Menschen, aber auch als super Musiker.» Für ihn öffne sich dadurch das musikalische Spektrum noch mehr. «Ich geniesse jeden Auftritt und freue mich jedes Mal von Neuem darauf», ergänzt der 31-Jährige.
Obwohl der Einsiedler die neue Herausforderung angenommen hat, gibt es die Kapelle Meier-Gwerder noch. «Wir sind allerdings nicht mehr so viel unterwegs wie bis anhin.» Dies, weil auch die anderen Mitglieder in anderen Formationen mitspielen. Remo Gwerder und Carlo Gwerder haben sich mit Frowin Nef zum «quartett waschächt» zusammengeschlossen, und Schöff Röösli ist seit einigen Jahren Pianist in Carlo Brunners Super-
ländlerkapelle. Darauf angesprochen, welche Ziele er mit Oesch’s die Dritten verfolgt, meint Urs Meier: «Die grossen Ziele, so glaube ich, entwickeln sich erst mit der Zeit.» Er lebe sowieso nach dem Motto «Eins nach dem andern», und fügt lachend an: «Nur bei unserem Kindersegen habe ich eine Ausnahme gemacht.» (il)
ländlerkapelle. Darauf angesprochen, welche Ziele er mit Oesch’s die Dritten verfolgt, meint Urs Meier: «Die grossen Ziele, so glaube ich, entwickeln sich erst mit der Zeit.» Er lebe sowieso nach dem Motto «Eins nach dem andern», und fügt lachend an: «Nur bei unserem Kindersegen habe ich eine Ausnahme gemacht.» (il)
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