Vermischtes

Schwyzer KB hilft künftig bei Herzversagen

Je rascher ein «Defi» in Griffnähe, desto besser.
Je rascher ein «Defi» in Griffnähe, desto besser.
Bei einem plötzlichen Herzversagen sinkt mit jeder vergehenden Minute die Überlebenschance um zehn Prozent. Da macht es keinen Sinn, wenn Defibrillatoren in Gebäuden eingeschlossen sind. Das findet auch die Schwyzer Kantonalbank: Ihre Bank-eigenen Laien-Defibrillatoren sollen in Zukunft draussen aufgestellt werden.

Schwyz. - Der Arzt Alfredo Meniconi, Schwyz, ist Initiant des Projekts «Outdoor-Defibrillatoren Kanton Schwyz». Dieses Projekt sieht vor, in allen grösseren Gemeinden im Kanton Schwyz Outdoor-Defibrillatoren-Säulen aufzustellen und diese lebensrettenden Geräte damit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In einer Medienmitteilung teilt die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) mit, dass sie beschlossen hat, dieses Projekt zu unterstützen. Sie stellt ihre eigenen, betriebsinternen Defibrillatoren im Wert von 50 000 Franken, die in den grösseren SZKB-Filialen installiert sind, dem Projektleiter Alfredo Meniconi bzw. der Ärztegesellschaft des Kantons Schwyz zur Verfügung.

Dadurch sind diese Defibrillatoren nicht mehr nur während den Schalteröffnungszeiten, sondern rund um die Uhr «outdoor» nutzbar. Diese automatisierten externen Defibrillatoren (AED) werden umgangssprachlich als Laien-Defibrillatoren bezeichnet.

Für die Schulung und Betreuung des Personals und die fachgerechte Wartung der Defibrillatoren ist die Ärztegesellschaft des Kantons Schwyz zuständig. Jedes Gerät ist mit einem speziellen Alarmsystem ausgerüstet. Sobald jemand das Gerät von der Haltesäule wegnimmt, wird während 24 Stunden das medizinische Personal in der Nähe des Defibrillators alarmiert.

Auch in Wollerau, Pfäffikon, Lachen und Siebnen

Die SZKB: «Es ist geplant, in diesem Jahr die SZKB-Defibrillatoren in Goldau, Schwyz und Einsiedeln öffentlich zugänglich zu platzieren.» In den nächsten drei bis vier Jahren sollen die Defibrillatoren an den Filial-Standorten in Brunnen, Küssnacht, Wollerau, Pfäffikon, Lachen und Siebnen der lokalen Bevölkerung in unmittelbarer Nähe von vorgängig geschultem, medizinischem Personal öffentlich zugänglich gemacht werden.

Dass sich das von Meniconi initiierte Projekt bewährt, beweist die Tatsache, dass bereits drei Wochen nach Inbetriebnahme der Defibrillator bei der Hofmatt-Apotheke in Schwyz zum Einsatz kam und damit, auch dank der schnellen Reaktion von Ersthelfern, der Patient gerettet werden konnte. (asz)

26.4.2012 / 14:46 / marchanzeiger.ch
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