Chinas Notenbank verzichtet vorerst auf grössere Konjunkturhilfen

Die chinesische Zentralbank will ungeachtet gestiegener Konjunkturrisiken durch den Handelskonflikt mit den USA vorerst auf grössere Hilfen für die Wirtschaft verzichten. Stattdessen sollen die Finanzierungsprobleme von Unternehmen «effektiv gelindert» werden.

Konkret soll gemäss einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme ausreichend Liquidität bereitgestellt werden. Zudem solle sichergestellt werden, dass die Geldpolitik der Zentralbank auch in der Wirtschaft ankomme.

Die politische Führung versucht seit rund acht Jahren, die Finanzierung für kleinere Firmen zu verbessern. Die meisten Analysten sagen allerdings, dass sich die Probleme noch vergrössert hätten, da staatlich unterstützte Unternehmen nach wie vor den Löwenanteil an billigeren Kredite erhielten.

Das Wachstum der nach den USA zweitgrössten Volkswirtschaft verlangsamte sich im zweiten Quartal leicht auf 6,7 Prozent, lag damit aber immer noch über dem Ziel der Regierung für das Gesamtjahr von rund 6,5 Prozent. Allerdings haben sich einige wichtige Indikatoren zuletzt stärker abgeschwächt. Zudem wird befürchtet, dass die US-Strafzölle in Milliardenhöhe auf zahlreiche chinesische künftig bremsen dürften.