An der Schach-WM scheuen die Akteure das Risiko

Norwegens Titelverteidiger Magnus Carlsen und sein Herausforderer Fabiano Caruana (USA) kommen an der Schach-WM in London nicht in Fahrt. Auch die 4. Partie endete remis, diesmal nach nur 34 Zügen.

Carlsen wählte mit Weiss eine Eröffnung, die Caruana in diesem Jahr schon gespielt hatte, bis der Norweger im 11. Zug abwich. Nach 15 Zügen erwarteten Experten eine Offensive des Weltmeisters am Damenflügel. Doch nach einem schwer durchschaubaren Turmzug von Carlsen hatte Caruana keine Probleme, das Duell im Gleichgewicht zu halten.

Wie in den Partien zuvor kam es zum Tausch vieler Figuren und schon nach 20 Zügen zum Endspiel. Carlsen bot im 34. Zug in komplett ausgeglichener Stellung das Remis an. Derzeit scheuen die Akteure noch das Risiko. Auch neutrale Beobachter trauern dem Umstand nach, dass Carlsen in der 1. Partie mit Schwarz einen möglichen Sieg aus der Hand gab. Dies hätte für die Fortsetzung des WM-Duells einen offensiveren Schlagabtausch versprochen.

Der Wettkampf in London ist auf zwölf Partien angesetzt. Wer zuerst 6,5 Punkte erreicht, krönt sich zum Weltmeister. Bei Gleichstand erfolgt ein Tiebreak. Das Preisgeld beträgt eine Million Dollar. Für die 5. Runde sitzen die beiden am Donnerstagnachmittag an den Tisch.