Schwarz fährt mit Nummer 12 zur Bestzeit

Der Österreicher Marco Schwarz, der Mann in Form, führt das Klassement beim Weltcup-Slalom in Adelboden nach dem ersten Lauf an. Gleich vier Schweizer liegen bei Halbzeit in den Top 10.

Mit Nummer 12 warf Marco Schwarz die Rangliste nochmals über den Haufen. Der Kärntner, der am Neujahrstag im Parallelslalom von Oslo seinen ersten Weltcupsieg errungen hatte, fährt seither befreit wie noch nie. Schon im folgenden Slalom in Zagreb hatte Schwarz im ersten Lauf Bestzeit realisiert, ehe er dann im zweiten Lauf ausschied. Doch wenn er durchkommt, ist er schnell. Tags zuvor hatte er auch im Riesenslalom brilliert. Mit Nummer 67 kämpfte er sich in den 7. Schlussrang.

34 Hundertstel nahm Schwarz dem zweitplatzierten Norweger Henrik Kristoffersen ab. Landsmann und Top-Favorit Marcel Hirscher lauert als Dritter, mit 39 Hundertsteln Rückstand.

Zehn Fahrer befinden sich bei Halbzeit innerhalb von einer Sekunde. Unter ihnen befinden sich erfreulicherweise gleich vier Schweizer. Daniel Yule, im Dezember Gewinner in Madonna, liegt als bester Mann von Swiss-Ski auf Platz 6, mit 72 Hundertsteln Rückstand auf Schwarz.

Dahinter folgt aber bereits Reto Schmidiger, die Überraschung schlechthin aus Schweizer Sicht. Der Nidwaldner, in diesem Winter noch ohne Weltcuppunkte, setzte sich mit Nummer 38 völlig unerwartet auf Platz 7, lediglich zwei Hundertstel langsamer als Team-Leader Yule. Letzte Saison erlitt Schmidiger einen Kreuzbandriss, sein Bestwert im Slalom ist noch immer Rang 8, den er vor bald sieben Jahren herausgefahren hat.

Ein Top-Ergebnis ist aber auch für den Olympia-Zweiten Ramon Zenhäusern möglich. Als Neunter verlor er 0,77 Sekunden auf die Bestzeit. Unmittelbar hinter ihm reihte sich Luca Aerni ein, mit 87 Hundertsteln Rückstand. Für den Berner, der in diesem Winter noch kein Ergebnis in den Top 15 vorweisen kann, wäre ein starkes Resultat besonders wichtig.

Die Qualifikation für den zweiten Lauf schaffte auch noch der Genfer Tanguy Nef. Nicht ins Ziel kamen jedoch Loïc Meillard und Marc Rochat. Beide schieden schon im oberen Streckenteil aus, Meillard mit einem Ausrutscher, Rochat mit einem Einfädler.