Vor dem nächsten Frühling wird der Holzsteg nicht saniert

Die Holzbrücke ist ein schöner und beliebter Teil des Wanderwegs zwischen Rapperswil und Hurden. Sie ist unterdessen volljährig. Rund 30 Eichenpfähle haben aber die letzten Jahre nicht gut überstanden – sie wurden von einem Pilz befallen. 

Dies wurde zum Glück rechzeitig bemerkt und die Pfähle bereits vor zwei Jahren mit einer biologischen Imprägnierung behandelt, so dass keine gesunden Pfähle befallen werden. Dieses Vorgehen bewährte sich. Trotzdem: Von den insgesamt 233 Eichenpfählen müssen nur 30 ersetzt werden. Der Terminplan dafür verschiebt sich zusehends nach hinten. Dies, weil weder das weitere Vorgehen noch die anfallenden Kosten klar sind. Eine erste Ausschreibung für die nötigen Arbeiten wurde zwar gemacht. Da die Kosten jedoch «sehr hoch» veranschlagt wurden, habe Rapperswil-Jona diese erste Submission abgebrochen, wie Josef Lacher, Leiter Tiefbau bei der Stadt Rapperswil-Jona, ausführt. Zur Höhe der offerierten Kosten könne er aktuell nichts sagen. 

Ursprünglich war von Sanierungskosten im Bereich von 400 000 Franken die Rede. Diese scheinen nun höher zu sein. Das Einzige, was klar ist, ist der Kostenverteiler: Der Verein Holzbrücke wird zuerst sein Vermögen und auch sich selbst auflösen. Die restlichen anfallenden Kosten teilen sich dann Rapperswil-Jona zu 80 Prozent und die Gemeinde Freienbach zu 20 Prozent.

Das weitere Vorgehen betreffend, überlegt man sich die Setzung eines Testpfahls und das Verfahren dann nochmals neu auszuschreiben. «Heuer passiert am Holzsteg sicher nichts mehr», so der Leiter Tiefbau. Der Pfahlersatz ist im Moment ebenfalls für das kommende Jahr geplant.