Frauen sind nicht benachteiligt, finden die Schwyzer

Am Frauenstreiktag vom 14. Juni machten Frauen auf Benachteiligungen aufmerksam.

63 Prozent der Schwyzerinnen und Schwyzer sind der Meinung, dass Frauen in der Schweiz allgemein nicht benachteiligt werden. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag unserer Zeitung.

Von Frauenwahl war Ende Oktober die Rede: 42 Prozent der Nationalratsmitglieder sind Frauen, so viel wie noch nie. Ob dieser Umstand das Umfrageergebnis beeinflusst hat? Im Zeitraum vom 22. Oktober bis 14. November befragte das Forschungsinstitut publitest – mafo concept GmbH in Zürich im Auftrag unserer Zeitung 430 Schwyzerinnen und Schwyzer bezüglich Benachteiligung der Frau in der Gesellschaft.

Auf die Frage, ob die Frauen in der Schweiz allgemein benachteiligt werden, antworteten 63 Prozent der Befragten mit nein oder «eher» nein. Nur elf Prozent sind der Meinung, dass dies zutrifft. Die repräsentative Umfrage zeigt – nicht verwunderlich – Unterschiede zwischen Männer und Frauen. Während die 42 Prozent der Frauen die Frage nach der Benachteiligung mit ja oder eher ja beantworten, sind es bei den Männern nur 28 Prozent.

Dass mit der Gleichberechtigung in der Schweiz noch nicht alles in Butter ist, zeigt eine Studie des Weltwirtschaftsforum WEF, die gestern publiziert wurde. Die Schweiz habe sich zwar um zwei Plätze verbessert, heisst es da. Aber sie rangiert nur auf dem 18. Platz. Nachholbedarf sei in Bezug auf berufliche Teilhabe und die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Geschlechter auszumachen, so die Autoren der Studie. Spitzenreiter im WEF-Ranking sind Island, Norwegen und Finnland. 

Vollständiger Artikel in der Ausgabe vom Mittwoch, 18. Dezember.