Amy Baserga: krank im dümmsten Augenblick 

Am Wochenende startet die Biathlon Jugend- und Junioren-WM auf der Lenzerheide. Die Einsiedlerin Amy Baserga ist einer von zwei Schwyzer Trümpfen für einen Medaillengewinn. (Bild: Franz Feldmann)

Es ist für Amy Baserga die erste Saison in der Junioren-Kategorie. Und dennoch trumpfte die Einsiedlerin in den ersten Saisonrennen bereits gross auf. Die Jugend-Weltmeisterin vom letzten Jahr fand sich in der höheren Kategorie mit bis zu zwei Jahren älteren Konkurrentinnen schnell zurecht. Im IBU Junior Cup lief sie bereits im ersten Einzelrennen im slowenischen Pokljuka als Zweite auf das Podest, bereits im zweiten Wettkampf gelang ihr im Sprint der erste Sieg. Im italienischen Martell knüpfte sie nahtlos an die starken Leistungen an und lief im Sprint (2.) und in der Verfolgung (1.) erneut auf das Podest. Ausserdem gewann sie mit der Mixed-Staffel erstmals in der Schweizer Biathlongeschichte ein Juniorenrennen. 

Fast eine Woche krank

Nun steht für die 19-Jährige ab diesem Wochenende mit der Heim-WM auf der Lenzerheide ein erstes Karriere-Highlight vor der Türe. Jedoch musste Baserga in der vergangenen Woche einen Rückschlag hinnehmen. Sie wurde wegen einer Grippe zu fast einer ganzen Woche Bettruhe gezwungen. «Ich hoffe, dass die Energie rechtzeitig für die Rennen wieder zurückkehrt», so Baserga. Mittlerweile trainiert sie wieder voll in der Biathlon Arena und bereitet sich auf den Einzel-Wettkampf vom Montag vor. An der Heim-WM ist es ihr Ziel, konstante Leistungen abzurufen – gerade auch im Schiessstand. «Wenn es für Platzierungen unter den ersten Sechs und für die Flowerzeremonie reicht, denke ich, dass ich meine Leistung abgerufen habe.» Baserga träumt aber von einer Medaille. «Ein Medaillengewinn wäre natürlich das Nonplusultra.» Für Trainer Gion-Andrea Bundi sind die Medaillenchancen der Einsiedlerin intakt. «Sie ist eine ausgesprochene Wettkämpferin. Bei ihr ist immer alles möglich.» Primär gehe es aber darum, Erfahrungen zu sammeln.