EZB-Präsidentin sieht Anzeichen für Stabilisierung im Euro-Raum

Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde gibt sich optimistisch. Sie sieht erste Hinweise auf eine Erholung der schwächelnden Konjunktur im Euro-Raum.

«Sicherlich gibt es vorsichtige Anzeichen für eine Stabilisierung.» Das sagte Lagarde am Donnerstag in einer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel.

Vorausschauende Wirtschaftsindikatoren seien inzwischen etwas optimistischer. Auch seien die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen den USA und China zurückgegangen. Allerdings würden andere Risiken wie die Auswirkungen des Coronavirus einen neuen Grund zur Sorge darstellen.

Aus Sicht Lagardes ist eine lockere Geldpolitik weiterhin nötig. «Die Wirtschaft im Währungsraum braucht daher weiterhin die Unterstützung durch unsere Geldpolitik, die einen Schild gegenüber globalen Gegenwinden bereitstellt», sagte die ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Gleichzeitig werde die EZB weiterhin scharf auf mögliche Nebenwirkungen ihrer Geldpolitik achten.

Die Wirtschaft im Währungsraum war im Schlussquartal 2019 vor allem wegen einer schwachen Konjunktur in Frankreich und Italien nur minimal um 0,1 Prozent gewachsen. Doch eine Umfrage unter 5000 Firmen signalisierte zuletzt, dass die Konjunktur wieder etwas anzieht und sich die Industrie nach einem starken Einbruch etwas gefangen hat.