Windböe ist Schuld am Absturz der Rotenfluebahn-Gondel

Die abgestürzte Rotenfluebahn-Gondel. (Bild: Archiv)

Der Grund für den Absturz einer leeren Gondel der Rothenfluebahn in der Mythenregion im Kanton Schwyz am 20. Oktober 2019 ist eine Windböe. Weil diese unvermittelt auftrat, war ein Reagieren darauf nicht möglich. Laut dem heute publizierten Sust-Bericht handelten die Verantwortlichen korrekt.

Die Windböe schwenkte die Seilbahnkabine so weit aus, dass diese an einem Seilfänger hängen blieb und vom Förderseil gerissen wurde, heisst es im summarischen Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust).

Die Untersuchung habe gezeigt, dass betriebliche Vorgaben für das Vorgehen bei kritischen Windverhältnissen vorhanden und beachtet worden seien, schreibt die Sust. Ein Reagieren auf die unvermittelt aufkommende Windböe war laut Sust nicht möglich.

Weitergehende Untersuchungshandlungen bringen aus Sicht der Sust keine zusätzlichen, für die Verhütung von Zwischenfällen zweckdienliche Erkenntnisse.

Keine Verletzten

Am Unfalltag hatten vorerst ruhige Windverhältnisse geherrscht, als sich die Wetter- und Windsituation plötzlich änderte. Daraufhin begann das Bahnpersonal sofort mit der Schliessung der Bahn und liess keine Gäste mehr einsteigen.

Der Unfall ereignete sich während dem Leerfahren der Bahn. Verletzt wurde niemand. Die rund 50 Personen, die sich zum Zeitpunkt des Unfalles in weiteren Gondeln befanden, konnte die Bahn in den nächstgelegenen Stationen verlassen.

Die Seilbahn überwindet über 16 Stützen eine Höhendifferenz von 958 Metern. Die 23 Kabinen fassen je acht Personen. Zum Unfallzeitpunkt befand sich die vom Wind erfasste Gondel auf der Talfahrt bei der Stütze 6 im Bereich Rätigs.