US-Militär verstärkt Präsenz an Grenze zu Mexiko

Angesichts der Coronavirus-Krise verstärkt das US-Militär seine Präsenz an der südlichen US-Grenze zu Mexiko. Die zusätzlichen Soldaten sollten den Grenzschutz dabei unterstützen, das Land vor infizierten Migranten, die über die Grenze gelangten, zu schützen.

Das sagte der Kommandeur des Nördlichen Kommandos der Vereinigten Staaten, General Terrence O’Shaughnessy, am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Es handele sich um 540 Soldaten, die sehr bald an die Grenze geschickt werden sollen, fügte Generalleutnant Laura Richardson hinzu. Bei dem Einsatz gehe es darum, die Grenzschützer dabei zu unterstützen, infizierte Migranten festzunehmen und umgehend zurückzuführen.

Vor rund zwei Wochen hatte die US-Regierung angekündigt, wegen der Ausbreitung des Coronavirus Migranten nach einem illegalen Grenzübertritt künftig direkt in ihre Heimatländer zurückzuschicken. Das gilt sowohl für die Südgrenze zu Mexiko als auch für die Nordgrenze zu Kanada. Zur Begründung hiess es, Migranten könnten das Virus untereinander weitergeben, Grenzschutzbeamte anstecken und die Verbreitung in der amerikanischen Bevölkerung beschleunigen.

Schon jetzt sind mehrere Tausend Soldaten an der Grenze zu Mexiko im Einsatz. US-Präsident Donald Trump geht rigoros gegen die illegale Migration aus den südlichen Nachbarstaaten vor. Er verspricht, bis Anfang 2021 bis zu 800 Kilometer einer neuen Grenzmauer fertigstellen zu lassen. Viele Experten bewerten dieses Ziel als übermässig optimistisch. Angesichts der Coronavirus-Krise betonte Trump zuletzt die Bedeutung von Grenzen. «Es ist sehr wichtig. Grenzen zu haben, ist sehr, sehr wichtig», sagte Trump.