«Erlebnis der Solidarität für die Schweiz»

Martin Baserga wird einen Teil zu der Million gelaufenen Kilometern beitragen. (Bild zvg)

An diesem Wochenende findet der One Million Run statt – ein einzigartiger Sportevent, bei dem die ganze Schweiz in 48 Stunden eine Mio. Kilometer läuft. Der Wollerauer Martin Baserga erzählt, welche Ziele er sich gesteckt hat.

mit Martin Baserga
sprach Yasmin Jöhl

Wie sind Sie auf den One Million Run aufmerksam geworden?
Durch meine Nichte Amy Baserga, eine der weltbesten Juniorinnen im Biathlon. Sie ist Mitglied der Schweizer
Nationalmannschaft und wohnt in Einsiedeln. Man wird noch viel von ihr hören – zurzeit ist sie in der Spitzensport RS.

Was ist Ihre Motivation, am Run teilzunehmen?
Einerseits kann ich mit meiner Teilnahme die Schweizer Sporthilfe und damit den Nachwuchssport unterstützen, andererseits bin ich dadurch auch Teil eines noch nie dagewesenen Sportevents.

Profisprinter, Hobbyläufer oder Wanderer – wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Als ambitionierter Ausdauersportler in der Natur. Ich halte mich aber auch regelmässig durch Crossfit und Bootcamp Trainings mehrmals pro Woche fit.

Profisprinter, Hobbyläufer oder Wanderer – wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Als ambitionierter Ausdauersportler in der Natur. Ich halte mich aber auch regelmässig durch Crossfit und Bootcamp Trainings mehrmals pro Woche fit.

Wie sieht Ihr sportliches Programm für das Wochenende aus? Was haben Sie sich vorgenommen?
Ich werde unsere zwei schönen Hausberge joggend erklimmen. Das heisst konkret: Ich starte von Wollerau aus, gehe dann über den Etzel (1098 m), zum Rossberg (1012 m) und anschliessend wieder zurück nach Wollerau. Das sind etwa 20 Kilometer, aber mit vielen Höhenmetern.

Werden Sie allein oder als Team antreten?
Ich starte allein.

Haben Sie sich speziell darauf vorbereitet?
Nein, aber wie viele andere auch bin ich wegen des Coronavirus nun seit zehn Wochen im Homeoffice, da hatte ich entsprechend genügend Zeit, um mich jeweils über den Mittag oder am Abend für den Event in Form zu ­bringen.

Eine Million Kilometer in 48 Stunden ist ein hochgestecktes Ziel – Denken Sie, dass die Schweiz das schafft?
Wenn 100 000 Personen in der ganzen Schweiz mitmachen, muss jeder zehn Kilometer laufen – Ja, ich denke, das ist absolut machbar.

Die Organisatoren schreiben: «Angesichts der Bedeutung, die der Sport für unsere Gesellschaft, Gesundheit und Wirtschaft hat, dürfte der ‹One Million Run› geradezu einen Meilenstein markieren». Was denken Sie persönlich, wie sich der Event allgemein auf die Bevölkerung, den Sport und die aktuelle Situation auswirken wird?
Mir ist aufgefallen, dass viel mehr Leute in den vergangenen Wochen in der Natur sportlich unterwegs waren, sei es zu Fuss oder mit einem alten Fahrrad, das sie noch irgendwo bei sich zu Hause gefunden haben. Dieser sportliche Event kann der Schweiz einen ­zusätzlichen Ruck geben, im Sinne eines Gemeinschaftserlebnisses und der Solidarität. Nicht zuletzt aber auch als hoffentlich baldiger Abschied des Covid-19.

Mehr Informationen zum Event auf der Homepage www.onemillionrun.ch