Mit Schleifer zugeschlagen

Das Strafgericht folgte aber vollumfänglich den Anträgen der Staatsanwältin. (Symbolbild Unsplash)

Eine Auseinandersetzung zwischen einem Chef einer Schalungsfirma und seinem Arbeiter endete im Januar 2019 für den Angestellten im Spital und den Chef vor dem Strafgericht. Letzterer wurde vom Gericht wegen schwerer Körperverletzung zu einer auf zwei Jahre bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten verurteilt.

Zudem muss er die Verfahrenskosten von rund 23 000 Franken bezahlen und dem Opfer eine Genugtuung von 2000 Franken entrichten.

Zur Auseinandersetzung kam es am frühen Morgen bei der Einteilung der Arbeit durch den Chef. Dieser fragte den Arbeiter, warum er am Vortag der Arbeit ferngeblieben war. Als der Arbeiter seinem Chef zumurmelte, er brauche ihm seine Abwesenheit nicht zu erklären und hierauf auf den Chef zu trat und ihn vor versammelter Mannschaft mehrmals auf Italienisch beschimpfte, kündigte der Chef dem Mitarbeiter fristlos.

«Ich habe ihn bloss weggestossen mit den Worten, fahr ab!», sagte der Beschuldigte. In den Händen hielt der Chef einen Winkelschleifer, mit dem er in seiner Reflexhandlung den Kopf des aufmüpfigen Arbeiters traf. (one)

Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom Dienstag, 2. Juni.

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