Zahlungsmoral von Schweizer Firmen hat sich trotz Corona verbessert

Die Zahlungsmoral der Firmen hat in der Schweiz bislang noch nicht unter der Coronakrise gelitten. Sie hat sich in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr sogar verbessert.

Dies zeigt eine am Mittwoch vom Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B veröffentlichte Analyse. In der Schweiz wird etwa jede fünfte Rechnung, welche sich Firmen untereinander zustellen, zu spät bezahlt.

Konkret waren es laut Bisnode 21,8 Prozent der Rechnungen. Das seien 1,6 Prozentpunkte weniger als in der Vorjahresperiode, hiess es. Der Verzug der zu spät bezahlten Rechnungen betrage im Durchschnitt 14,5 Tage nach zuvor 14,9 Tagen.

Nach Kantonen betrachtet schneiden die Firmen im Kanton Basel-Stadt mit Abstand am schlechtesten ab. Da werden mit 46 Prozent beinahe die Hälfte der Rechnungen im B2B-Geschäft zu spät bezahlt. Nicht allzu gut steht es auch um die Zahlungsmoral im Tessin mit 28 Prozent zu spät bezahlter Rechnungen und in der französischsprachigen Schweiz. In Appenzell Innerrhoden (9 Prozent) und Uri (10 Prozent) liegen die Werte am tiefsten.

Betrachtet man die Branchen, dann zeigt sich eine lasche Zahlungsmoral im Einzelhandel. Dort wurden 36 Prozent der Rechnungen zu spät beglichen. Allerdings kommt dies im Vergleich zum Vorjahr einer Verbesserung von 4 Prozentpunkten gleich.

Im Autogewerbe stieg der Wert um 5 Punkte auf 35 Prozent, während er im Gastgewerbe um 3 Punkte auf 32 Prozent abnahm. Sehr zuverlässig sind Firmen des Finanz- und Versicherungsbereichs mit nur einem Anteil von 7,5 Prozent zu spät bezahlter Rechnungen.