Rega koordiniert Verteilung der Patienten auf Intensivstationen

Kommt es wegen der Corona-Pandemie zu Engpässen auf einzelnen Intensivstationen, koordiniert die Rettungsflugwacht Rega die Verteilung der Patienten unter den verschiedenen Spitälern in der Schweiz.

Der entsprechende Auftrag kommt von der Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) und dem Koordinierten Sanitätsdienst des Bundes (KSD). Festgehalten ist er im Konzept für die «Nationale Koordination bei massivem Zustrom von Patienten in Intensivstationen während der Covid-19-Pandemie», wie Karin Hörhager, Leiterin Kommunikation der Rega, einen entsprechenden Artikel der NZZ am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte. Das Konzept sei seit vergangenem Juni in Kraft.

Demnach führte im Frühjahr die unterschiedliche Coronavirus-Ausbreitung in verschiedenen Regionen der Schweiz zu einem Ungleichgewicht bei der Spitalbelegung. Damit sich dieses Szenario nicht wiederholt, wurde der Rega die Koordination der Betten übertragen.

Mit knapp 70 Jahren Erfahrung in der schweizweiten Koordination von Luftrettungsmitteln, profunden Kenntnissen der Spitallandschaft, einer guten Vernetzung mit Bundesstellen, kantonalen Partnerorganisationen, Spitälern und Rettungsdiensten sei die Rega-Einsatzzentrale prädestiniert für diese Aufgabe, erklärte Hörhager.

Es liege in der Verantwortung der Spitäler, die Rega bei Bedarf direkt zu kontaktieren, so Hörhager. Die Rega-Einsatzzentrale sei dann bereit, sofort zu unterstützen.

Laut Hörhager hat die Rega seit März «im Rahmen der normalen Einsatztätigkeit» über 200 mit Covid-19 infizierte Patientinnen und Patienten in den Rettungshelikopter und den Ambulanzjets transportiert.