Davos zittert sich nach Startfurioso zum Sieg

Der HC Davos startete mit einem offensiven Feuerwerk in die Partie gegen die Lakers. Nach dem 3:0 lässt die Defensive dann zu Wünschen übrig. Unnötigerweise wurde es nochmals spannend.

Der HC Davos musste nach dem 3:0 nach 20 Minuten nochmals zittern. Einerseits weil die Rapperswil-Jona Lakers mutiger wurden, aber vor allem, weil die Davoser defensiv zu legère agierten. Auf 3:2 kamen die Rosenstätter nochmals ran. Julian Schmutz traf zu Drittelsende dann doch noch zum 4:2 und sorgte für etwas Beruhigung.

Die Davoser schafften es aber auch im dritten Drittel nicht, aus einer stabilen Defensive zu agieren. Beinahe viel das 4:4, die Lakers drückten phasenweise mächtig.

Andres Ambühl war es dann, der mit dem 5:3 für eine Beruhigung sorgte, mitten in der Lakers-Druckphase. Herrlich düpiert er Lakers-Goalie Bader, indem er den Puck zwischen den Beinen durchschob. 

Von den letzten 16 Duellen gegen die Lakers gewann Davos damit deren 15.

Zug zeigt der neuen Valascia den Meister

Es brauchte schon den Schweizer Meister, um Ambri-Piotta von seiner Wolke im strahlend neuen Stadion zu holen. Zug tat dies mit einem 4:1-Auswärtssieg.

Zunächst liessen sich die Tessiner in der mit erneut über 6200 Fans gefüllten Nuova Valascia von der Euphorie erneut zu einem Blitzstart mit dem 1:0 durch Brandon McMillan nach gut vier Minuten tragen. Die folgende Wende muss den Aussenseiter, der mit drei Siegen aus drei Spielen formidabel in die Saison gestartet ist, etwas ärgern.

Das 1:1 durch das erste Schweizer Tor des Schweden Christian Djoos fiel während einer Ambri-Überzahl (15.), das 1:2 durch Sven Senteler im Powerplay aus spitzem Winkel (31.) und das 1:3 durch Niklas Hansson 25 Sekunden vor dem Ende des Mitteldrittels. Danach hatte der erneut überzeugend in die Meisterschaft gestartete Meister (5 Spiele, 5 Siege) das Geschehen im Griff.

Im Duell zweier ungeschlagener Teams ging Ambri-Piotta durch Brandon McMillan zwar früh in Führung, ehe die Zuger mit vier Toren hintereinander die Partie kippten.

Nur der EHC Biel vermag mit Zug in den ersten Wochen der Saison mitzuhalten. Die Seeländer gewannen in Lugano mit 5:3 :. ebenfalls auch das fünfte Spiel der Saison. Hinter Zug und Biel klafft indessen schon eine Lücke von sechs und mehr Punkten zum Rest der Konkurrenz.

Von den noch sieglosen Teams gelang dem SC Bern ein Befreiungsschlag. Die Berner, die in den ersten vier Partien nie auch nur geführt hatten, gewannen das Derby vor nur 13’000 Zuschauern gegen Langnau 8:1. Damit wendete der SCB die Gefahr des schlechtesten Saisonstarts seiner Klubgeschichte ab: 1999 wartete der SCB bis zur 7. Runde auf den ersten Sieg. Damals resultierten nach Unentschieden gegen Lugano (2:2) und Rapperswil-Jona (6:6) vier Niederlagen gegen Ambri (2:6), Kloten (2:3), Zug (2:3) und Langnau (1:3).

Auch Lausanne kam mit 2:1 nach Verlängerung gegen Servette zum ersten Saisonsieg.

Resultate und Telegramme:

Rangliste: 1. Zug 5/14. 2. Biel 5/14. 3. Ambri-Piotta 4/8. 4. ZSC Lions 4/8. 5. Fribourg-Gottéron 4/7. 6. Davos 3/6. 7. Lugano 4/6. 8. Genève-Servette 4/6. 9. SCL Tigers 4/4. 10. Bern 5/3. 11. Lausanne 3/2. 12. Ajoie 3/0. 13. Rapperswil-Jona Lakers 4/0.

Davos – Rapperswil-Jona Lakers 5:3 (3:0, 1:2, 1:1)

3028 Zuschauer. – SR Dipietro/Fluri, Steenstra/Stalder. – Tore: 8. Prassl (Ambühl, Wieser) 1:0. 11. Wieser (Ambühl) 2:0. 20. (19:59) Corvi (Bromé) 3:0. 25. Wick 3:1. 31. Cervenka (Albrecht, Aebischer) 3:2. 36. Schmutz 4:2. 44. Rowe (Lehmann/Unterzahltor!) 4:3. 52. Ambühl 5:3. – Strafen: je 3mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Bromé; Eggenberger.

Davos: Senn; Nygren, Zgraggen; Dominik Egli, Wellinger; Heinen, Jung; Stoop, Barandun; Stransky, Rasmussen, Bromé; Wieser, Corvi, Ambühl; Frehner, Prassl, Knak; Simic, Chris Egli, Schmutz.

Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Baragano, Djuse; Profico, Jelovac; Vouardoux, Sataric; Aebischer, Maier; Zangger, Albrecht, Brüschweiler; Lehmann, Rowe, Cervenka; Wick, Dünner, Neukom; Wetter, Mitchell, Eggenberger.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Lammer und Moses (beide verletzt). Rapperswil-Jona Lakers ab 57:40 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta – Zug 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)

6214 Zuschauer. – SR Tscherrig/Hebeisen, Burgy/Duarte. – Tore: 5. McMillan (Pestoni) 1:0. 15. Djoos (Suri/Unterzahltor!) 1:1. 31. Senteler (Simion, Suri/Powerplaytor) 1:2. 40. (39:35) Hansson (Herzog) 1:3. 49. Herzog (Martschini) 1:4. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 8mal 2 Minuten gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Kozun; Simion.

Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Isacco Dotti; Hietanen, Burren; Fohrler, Zaccheo Dotti; Hächler; Kozun, Regin, Kneubuehler; Bürgler, Heim, Zwerger; Pestoni, Grassi, McMillan; Trisconi, Kostner, Bianchi; Dal Pian.

Zug: Hollenstein; Schlumpf, Gross; Cadonau, Djoos; Hansson, Stadler; Wüthrich, Kreis; Klingberg, Senteler, Allenspach; Simion, Kovar, Suri; Martschini, Müller, Herzog; Hofer, Leuenberger, Bachofner.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne D’Agostini (verletzt), Zug ohne Lander (überzähliger Ausländer).