Djakovic sichert sich Olympia-Ticket
Richtung Paris: Antonio Djakovic holt sich das Olympia-Ticket. Bild Keystone
Sport
von Marcel Hauck  
24. Juli 2023

Djakovic sichert sich Olympia-Ticket

Die Schwimm-WM in Fukuoka beginnt aus Schweizer Sicht erfreulich. Antonio Djakovic schafft es über 400 m Crawl auf Rang 6 und unterbietet die Olympia-Limite. Eine leise Enttäuschung muss Noè Ponti hinnehmen.

Der Auftakt in die Schwimm-WM im japanischen Fukuoka ist geglückt. Über 400m Crawl klassiert sich der Schweizer Antonio Djakovic auf Rang6. Djakovic konnte sich im Final nochmals steigern und war in starken 3:44,22Minuten über eine Sekunde schneller als im Vorlauf am Vormittag. Der 20-jährige Thurgauer hatte sich als Achter gerade noch für seinen ers-ten Final auf diesem Niveau qualifiziert und dabei die Olympia-Limite für die Sommerspiele 2024 in Paris unterboten. Sein Schweizer Rekord steht bei 3:43,93 Minuten.

Zweitschnellster Europäer

Im Final bestätigte Djakovic seinen Status als derzeit zweitschnellster Europäer auf dem mittleren Crawl-Distanzen. In den Kampf um die Medaillen konnte der EM-Zweite über 200 und 400m allerdings nicht eingreifen.

Zum ersten Weltmeister bei den Titelkämpfen in Japan kürte sich der 19-jährige Australier Samuel Short. Seine Reserve auf Djakovic betrug etwas über zwei Sekunden. Dennoch darf Djakovic mit seinem ersten Einsatz zufrieden sein. Er erreichte sein primäres Ziel, obwohl seine Vorbereitung wegen eines verletzten Nervs im Nacken nicht optimal gewesen war. Er wird ein ähnlich gutes Resultat auch noch über 200 m Crawl (Vorläufe am Dienstag) anstreben.

Ponti im Halbfinal ausgeschieden

Eine leise Enttäuschung setzte es wenig später für Noè Ponti ab. Der Olympia- Dritte von Tokio über 100 m Delfin strebte über die halbe Distanz einen Schweizer Rekord an, scheiterte mit dem Vorhaben aber deutlich. In 23,36 Sekunden blieb der Tessiner im Halbfinal sogar über seiner im Vorlauf geschwommenen Zeit (23,13). Den Vorstoss in den Final verpasste Ponti als 13. klar. Der Landesrekord von 23,04Sekunden hätte ihm zur Finalqualifikation gereicht. «Ich hätte es drauf gehabt, unter 23Sekunden zu schwimmen», ärgerte sich Ponti. «Ich fühlte mich besser im Wasser als im Vorlauf, doch ich verpasste den Start.»

Vorlauf-Out für Desplanches

Jérémy Desplanches, wie Ponti ein Olympiamedaillengewinner, war zufrieden, als er nach seinem ersten WM-Einsatz in Fukuoka aus dem Becken stieg. Der Lagen-Spezialist, der über 100m Brust antrat, konnte sich zwar nicht für die Halbfinals qualifizieren. Als 23. blieb er in 1:00,95 Minuten allerdings nur 0,66 Sekunden über seinem Schweizer Rekord. Desplanches’ Hauptrennen über 200m Lagen beginnt am Mittwochmorgen mit dem Vorlauf.

Marius Toscan, der vierte Schweizer, der am Sonntag im Einsatz stand, scheiterte über 400 m Lagen ebenfalls in den Vorläufen. Als 17. blieb er über eine Minute hinter seiner Bestzeit