Später Lucky-Punch für den Meister
Lausanne-Sport verpasst am ersten Spieltag der Super League eine Überraschung knapp. Der Aufsteiger verliert gegen YB wegen eines Gegentreffers in der Nachspielzeit. Yverdon bleibt derweil chancenlos beim FCZ.
Aufsteiger gegen Meister – von wegen klare Sache. Lausanne fordert in seinem ersten Spiel zurück in der Super League Titelverteidiger Young Boys alles ab – und verliert am Ende wegen eines späten Gegentreffers mit 1:2. Der nach 78 Minuten eingewechselte Cedric Itten verwertete in der Nachspielzeit den Handspenalty, den Lausannes Verteidiger Archie Brown mit einer unglücklichen Aktion bei einer Flanke verursacht hatte.
Bis dahin konnte der durchaus widerstandsfähige Aufsteiger auf einen verdienten Punkt beim Meister hoffen. Die beiden Tore fielen zu Beginn der zweiten Halbzeit innerhalb von zwei Minuten: In der 51. Minute traf Joël Monteiro für die Young Boys, kurz darauf glich der bei Lausanne-Sport positiv aufgefallene Aliou Baldé auf ähnliche Weise mit einem Schlenzer im Strafraum nach einer Finte aus.
«Kein gutes Spiel» «Es war kein gutes Spiel von uns. Der Sieg ist wohl nicht ganz verdient, aber umso wichtiger ist, dass wir uns trotzdem belohnen konnten», befand YB-Captain Fabian Lustenberger im Blue-Interview.
Zwar forcierten die Young Boys in den letzten 25 Minuten ihre Angriffs-bemühungen spürbar, der Zweite der letzten Challenge-League-Saison hielt aber lange erfolgreich dagegen und sorgte selber mit dem einen oder anderen schnellen Gegenangriff für Gefahr. Auch kurz vor dem ersten Treffer hätte Alvyn Sanches die Gäste mit einem Konter in Führung bringen können. Der 20-jährige Mittelfeldakteur lupfte den Ball vor dem herausgerückten Anthony Racioppi knapp über das Tor.
Fassnacht vor Transfer
Zu den Absenzen gehörte bei den Young Boys neben David von Ball-moos, Sandro Lauper, Ulisses Garcia und den noch nicht aufgebotenen Neuzugängen Darian Males und Noah Persson auch Christian Fassnacht. Wie die Berner erklärten, wurde der 29-Jährige für Transfergespräche mit einem ausländischen Klub freigestellt. Fassnacht liebäugelt seit Längerem mit einem Ausland-Abenteuer. Nun könnte der bei den Fans beliebte Mittelfeldspieler seine möglicherweise letzte Chance wahrnehmen. Sein Vertrag mit den Bernern, die ihm keine Steine in den Weg legen wollen, läuft in einem Jahr aus.
FCZ ohne Mühe
Auch beim FC Zürich bahnen sich wohl Abgänge an. Beim 2:0 gegen Yverdon fehlten Aiyegun Tosin und Fidan Aliti. An Tosin gibt es französischen Medienberichten zufolge Interessenten aus der Ligue 1 (Lorient, Nantes).
Auch ohne den besten Torschützen der letzten Saison und Innenverteidiger Aliti bekundete der FCZ gegen den als ersten Abstiegskandidaten gehandelten Aufsteiger aus dem Waadtländer Jura keine grösseren Schwierigkeiten. Jonathan Okita traf nach 27 Minuten per Kopf auf Flanke von Fabian Rohner, Nikola Katic erhöhte in der 54.Minute nach einem Corner und Kopfballverlängerung von Cheick Conde.
Der FCZ steht nach dem ersten Spiel damit bereits besser da als in der letzten Saison nach neun Runden. Bis zum ersten Sieg dauerte es im Vorjahr bis zur 14. Runde, Henriksen hatte zu diesem Zeitpunkt das Heft bereits vom entlassenen Franco Foda übernommen.
