Erste vier Todesopfer von Crans-Montana identifiziert
Politik
January 3, 2026

Erste vier Todesopfer von Crans-Montana identifiziert

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana sind die ersten vier Todesopfer identifiziert. Es handelt sich um zwei Schweizerinnen im Alter von 21 und 16 Jahren und zwei Schweizer im Alter von 16 und 18.

Nach der Identifizierung der Opfer wurden die Leichname den Familien übergeben, wie die Kantonspolizei Wallis am Samstag mitteilte.

Die in den vergangenen Stunden geleistete umfangreiche Identifikationsarbeit der Walliser Kantonspolizei, des DVI (Disaster Victim Identification) sowie des Instituts für Rechtsmedizin habe es ermöglicht, bislang vier Todesopfer zu identifizieren.

Die Ermittlungen und Identifikationsverfahren in Bezug auf die weiteren Opfer, sowohl Verstorbene als auch Verletzte, würden weiterhin intensiv fortgeführt. Die Kantonspolizei Wallis will neue Informationen so bald wie möglich kommunizieren. Aus Respekt gegenüber den Angehörigen würden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen erteilt.

Der Brand in der Bar «Le Constellation» forderte 40 Tote und 119 Verletzte, so die letzte Bilanz, die am Freitag von den Walliser Behörden veröffentlicht wurde.

Sicherheitsdirektor: «Jemand hat einen Fehler gemacht»

Der Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer ist sich sicher, dass jemand einen Fehler machte, der zur Brandkatastrophe in Crans-Montana geführt hat. Etwas habe nicht funktioniert, sagte er am Samstag zu Radio SRF.

«Ein so riesiger Unfall mit einem Feuer in der Schweiz, wo wir Normen und professionelle Kontrollen haben, bedeutet, dass etwas nicht funktioniert hat», sagte der FDP-Politiker. «Es gab einen Notausgang, es gab Kontrollen».

Angesprochen auf im Netz zirkulierende Party-Videos sagte Ganzer, dass das Problem nicht die Bengalkerzen seien. Diese seien in jeder Bar oder Diskothek in der Schweiz zu finden. «Das eigentliche Problem ist für mich nicht die Kerze allein, sondern die Decke», sagte Ganzer. Er sehe ein grosses Problem beim dort verbauten Material. Er vermutete, dass vielleicht zwischen zwei Kontrollen neue Renovationen ausgeführt und neues Material installiert worden sei.

Für Ganzer ist klar: «Jemand hat einen Fehler gemacht. Da bin ich sicher.» Die Gemeinde Crans-Montana habe auch in dieser Bar Kontrollen durchgeführt. «Uns als Kanton war kein besonderes Problem bekannt», so Ganzer. Die Polizei werde nun alle Berichte und die genauen Umstände prüfen. Der Sicherheitsdirektor sagte weiter, dass seiner Einschätzung nach die besondere Lage im Kanton noch mindestens eine Woche andauern werde.