Domen Prevc hat das Glück nicht auf seiner Seite
Sport
January 4, 2026

Domen Prevc hat das Glück nicht auf seiner Seite

Die Siegesserie von Domen Prevc endete in Innsbruck. Der Slowene muss sich im dritten Springen der Ttournee mit Platz 2 zufriedengeben. Ren Nikaido aus Japan liegt um hauchdünne 0,5 Punkte vor Prevc.

Zum Schluss war es ein Hitchcock-Finale. Denn der drittklassierte Österreicher Stephan Embacher lag nur 0,2 Zähler hinter Prevc. Anders gesagt: Die Top 3 waren umgerechnet innerhalb von 40 cm klassiert. Nach Umgang eins hatte Prevc als Vierter 2,5 Punkte Rückstand. Dieses Handicap konnte er nicht vollständig ausgleichen.

Der Sieger des Bergisel-Skispringens 2026 in Innsbruck heisst überraschend Ren Nikaido. Sein Erfolg zeigt, dass Prevc keine Maschine ist, die unter beliebigen Bedingungen jeden Sprung fehlerlos runterzaubern kann.

Prevc schien die Niederlage, sofern man nach seinen starken Sprüngen von Innsbruck überhaupt davon sprechen darf, kommen sehen: «Wenn der Moment kommt, wo du glaubst, alles zu wissen, dass du glaubst, der Beste zu sein, dann musst du eines wissen: Skispringen ist ein Sport, wo dir dein eigenes Ego im Weg steht, wenn du zu sehr daran denkst. Ich bleibe bescheiden und konzentriere mich auf das, was zu tun ist.» Genau das tat er eigentlich in Innsbruck auch, doch Nikaido wuchs über sich hinaus und feierte seinen ersten Weltcupsieg.

Der Gesamtsieg von Prevc an der Vierschanzentournee bleibt ungefährdet. Er liegt vor dem Abschluss-Wettkampf am Dienstag in Bischofshofen 41,4 Zähler vor dem Österreicher Jan Hörl und 41,7 Punkte vor Embacher. Nikaido ist mit 54,1 Punkten Rückstand Vierter. Damit kann sich der Slowene nicht mehr in die Reihe der Grand-Slam-Sieger einordnen. Sven Hannawald, Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi bleiben die einzigen Vierfach-Sieger nach der 74. Tournee.

Vom Schweizer Quartett stiessen Sandro Hauswirth, Gregor Deschwanden und als letzter Lucky Loser auch Felix Trunz in den Finaldurchgang vor. Allerdings war nach Halbzeit keiner in den Top 20 klassiert. In der Endabrechnung fiel die Schweizer Bilanz dank Hauswirth positiver aus. Der Gstaader arbeitete sich auf Platz 18 vor und egalisierte sein Karriere-Bestresultat. Deschwanden wurde 24., Trunz 29., was ihm in Sachen Olympia-Qualifikation nicht weiterhilft. Swiss Olympic fordert Top-25-Klassierungen.

In der Gesamtwertung belegen Deschwanden und Hauswirth die Plätze 19 und 20.