Novak Djokovic tritt aus seiner Spielergewerkschaft aus
Novak Djokovic zieht sich aus der von ihm mitgegründeten Spielergewerkschaft PTPA zurück. Er habe nach reiflicher Überlegung beschlossen auszutreten, teilt der Serbe in den sozialen Netzwerken mit.
Zur Begründung verwies Djokovic auf grundlegende unterschiedliche Ansichten zum Weg, den die Organisation aktuell geht. Er nannte anhaltende Zweifel an Transparenz und Führung sowie Unzufriedenheit damit, wie seine Positionen und sein öffentliches Bild innerhalb der Gewerkschaft verwendet worden seien. Diese Punkte hätten letztlich den Ausschlag für seinen Austritt gegeben, erklärte der Sieger von 24 Grand-Slam-Turnieren.
Gegründet worden ist die PTPA im August 2020 von Djokovic und dem kanadischen Tennisspieler Vasek Pospisil. Ziel der Initiative war es gewesen, den Profi-Spielern eine unabhängige Interessenvertretung zu verschaffen und ihre Position gegenüber den etablierten Tennisorganisationen zu stärken. Die PTPA verstand sich von Beginn an als Gegenmodell zu den bestehenden Strukturen im Welttennis.
In seiner Erklärung betonte Djokovic, er stehe weiterhin hinter der ursprünglichen Idee der Gewerkschaft. Die Vision einer starken, eigenständigen Stimme für die Spieler halte er nach wie vor für richtig. Allerdings habe sich die aktuelle Ausrichtung der Organisation aus seiner Sicht von seinen persönlichen Werten und seinem Ansatz entfernt. Konkrete Streitpunkte oder einzelne Auslöser für den Bruch nannte er nicht.
Zuletzt hatte die PTPA im März des vergangenen Jahres für Aufsehen gesorgt, als sie rechtliche Schritte gegen die ATP und die WTA, den Internationalen Tennisverband (ITF) sowie die für Integritätsfragen zuständige Tennisbehörde einleitete. Die Organisation warf den Institutionen ein kartell-artiges Vorgehen und ein korruptes sowie missbräuchliches System vor.
