Rassat triumphiert am Chuenisbergli – Nef bester Schweizer
Sport
January 11, 2026

Rassat triumphiert am Chuenisbergli – Nef bester Schweizer

Paco Rassat feiert am Chuenisbärgli seinen zweiten Weltcupsieg. Der Franzose triumphiert im Slalom von Adelboden vor den Norwegern Atle Lie McGrath und Henrik Kristoffersen. Tanguy Nef wird Achter.

Rassat schob sich am Nachmittag vom 4. Rang an die Spitze. McGrath und Kristoffersen verwies er bei perfekten Bedingungen um 18 respektive 20 Hundertstel auf die weiteren Plätze.

Der in den Savoyer Bergen aufgewachsene Rassat gewann damit als erster Athlet im Olympiawinter zwei Slaloms und übernahm vom ausgeschiedenen Norweger Timon Haugan die Führung in der Disziplinenwertung. Der 27-Jährige, der seine jüngsten Fortschritte insbesondere mit seiner Arbeit im mentalen Bereich begründet, hatte zuvor schon in Gurgl triumphiert, zudem stieg er vor vier Tagen in Madonna di Campiglio als Dritter aufs Podest. Der Halbzeitführende Kristoffersen konnte sich mit seinem 13. Podestplatz beim Ski-Klassiker im Berner Oberland trösten.

Frustrierter Meillard

Die Schweizer gehörten am Tag nach Marco Odermatts fünftem Riesenslalom-Triumph in Folge am Chuenisbärgli zu den Geschlagenen. Tanguy Nef wurde zeitgleich mit Clément Noël Achter. Loïc Meillard, nach dem ersten Lauf als Fünfter mit intakten Podestchancen, schied im zweiten Lauf nach rund 20 Sekunden aus.

Nef fehlte eine halbe Sekunde zum Podest; sieben Zehntel trennten ihn von Rassat, dessen stabile Fahrweise ihn beeindruckte. Dank «einigen halbwegs guten Sachen» zeigte er sich mehr oder minder zufrieden. Meillard dagegen reiste schwer enttäuscht aus Adelboden ab. «Ein sechster Platz ist nicht unser Anspruch», hatte der Slalom-Weltmeister nach dem Riesenslalom am Samstag gesagt. «Es ist frustrierend. Ich brauche ein paar Stunden, um das zu verarbeiten», sagte er nach seinem Einfädler am Sonntag.

Ein Befreiungsschlag gelang Ramon Zenhäusern. Der Walliser, der in der Startliste aus den Top 30 gerutscht ist und um die Fortsetzung seiner Karriere kämpft, fuhr im zweiten von fünf Januar-Slaloms auf Rang 15. Der Olympiazweite von 2018 erfüllte damit die halbe Norm von Swiss Olympic.

Rochat am Morgen stark

Nahe an dieser war auch Marc Rochat, der sich nach zwei Ausfällen und drei verpassten zweiten Läufen im ersten Durchgang mit Startnummer 37 in den 17. Zwischenrang schob. Am Ende belegte der Romand zwei Positionen vor Daniel Yule den 24. Platz.

Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen geht es für die Slalom-Spezialisten am nächsten Wochenende in Wengen weiter. Bis Ende Januar stehen auch noch die Slaloms in Kitzbühel und Schladming auf dem Programm.