Schweizer verpassen bei Sieg von Vogel das Podest
Der Europameister Richard Vogel gewinnt das Weltcupspringen beim CHI Basel. Der Deutsche, im Sattel von United Touch, siegt in der mit 332'000 Euro dotierten Prüfung überlegen.
Als bester Einheimischer klassierte sich Martin Fuchs mit Lorde nach einem Abwurf im Stechen im 4. Rang. Der Zürcher zeigt, dass er einmal mehr einen Vierbeiner aufbaut, der zu ihm als Weltklasse-Reiter passt. Mit dem Resultat von Basel würde sich Fuchs zurück ins Geschäft für eine Teilnahme am Weltcupfinal im April in den USA bringen. Der Konjunktiv ist angebracht. Fuchs lässt die Reise nach Texas aus und will die Top-Pferde Leone Jei und Lorde für die WM im August in Aachen fit halten. Dort, im Mekka des Reitsports, geht es neben dem Titel auch um die ersten Olympia-Tickets.
Mit Gaëtan Joliat erreichte ein zweiter Schweizer das Stechen der sieben Paare. Der Top-Reiter des Stalles Les Verdets in St-Blaise nutzt seine Chance konsequent als Nachfolger von Bryan Balsiger und Pius Schwizer. Der Jurassier startete zum dritten Mal in einer Weltcup-Prüfung und holte zum dritten Mal Punkte.
Alain Jufer, der bis Sonntag bestklassierte Schweizer im Weltcup-Zwischenklassement, kam wie acht weitere Schweizer Paare nicht ohne Fehler durch. Aber der 47-Jährige liegt mit Blick auf den Weltcupfinal weiterhin gut im Rennen. Nach acht von 13 Prüfungen sieht die Situation für die Schweiz wie folgt aus: 12. Fuchs (28 Punkte), 13. Jufer (26), 20. Joliat (19). Aber eben: Reiter mit nur einem Top-Pferd müssen noch mehr abwägen, ob der Weltcupfinal 2026 Sinn macht.
Julien Epaillard verpasste den Hattrick. Der Franzose gewann mit Donatello im Januar 2025 das Weltcupspringen und im April 2025 den Weltcupfinal in Basel. 2026 stand er wiederum im Stechen und ritt auf Sieg. Ein Abwurf warf ihn auf Platz 5 zurück.
Vogel behagt Schweizer Terrain, zumal er in der Nähe des Bodensees aufgewachsen ist. Im Dezember 2023 hatte er mit United Touch auch schon den Million-Grand-Prix in Genf gewonnen. In Basel ritt er als einer der Top-Favoriten neben Epaillard und Fuchs auf Angriff und kam durch. Die Niederländerin Kim Emmen mit Imagine hatte 1,5 Sekunden Rückstand, der Norweger Johan-Sebastian Gulliksen holte mit einem Sicherheits-Ritt Platz 3.
