US-Pilot verliert alle drei Anschieber und ist alleine unterwegs
Szenen wie im Film «Cool Runnings» beim Viererbob-Weltcup in St. Moritz: Der US-Pilot Kristopher Horn kommt allein ist Ziel, weil drei seiner vier Anschieber am Start stürzen.
Der Überraschungssieg des neuen Viererbob-Europameisters Adam Ammour aus Deutschland und auch die EM-Bronzemedaille des Schweizers Michael Vogt ging im Wirbel von St. Moritz etwas unter. Alle redeten nur über das Mega-Malheur der Crew von US-Steuermann Kristopher Horn.
Fast wie im Kino
Solche Szenen hatte man bislang nur im Disney-Kultfilm «Cool Runnings» gesehen. Beim Viererbob-Weltcuprennen auf der legendären Natureisbahn im Engadin rutschten alle drei Anschieber von Horn weg und kamen nicht in den Schlitten.
Schlitternd und rutschend konnten die Amerikaner nur noch hinterherschauen, wie Horn den 210 Kilogramm schweren Bob allein Richtung Ziel steuerte. Aufgrund des fehlenden Gewichts schleuderte er die 1722 Meter lange Piste in St. Moritz förmlich hinunter.
Zuerst Lenker, dann Bremser
Nach der Rumpelfahrt rutschte Pilot Horn gedankenschnell von den Lenkseilen drei Positionen nach hinten auf die Bremser-Position und brachte seinen grossen Schlitten zum Stehen.
Spontan erntete er Applaus von den anderen Bobfahrern und den Fans an der Strecke. Das Team wurde laut Reglement disqualifiziert, da alle vier Insassen ins Ziel kommen müssen.
