Hypothekarzinsen steigen trotz SNB-Nullzins leicht an
Die Zinsen für Hypotheken in der Schweiz haben sich im vierten Quartal 2025 trotz des unveränderten Leitzinses von 0 Prozent leicht verteuert. Damit liegen sie wieder über dem Niveau vom Frühherbst.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte im Dezember den Leitzins, wie von vielen Ökonominnen und Ökonomen erwartet, unverändert belassen. Dennoch sind die Hypothekarzinsen im vierten Quartal 2025 gestiegen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung des Vergleichsportals Comparis zeigt.
Der Richtsatz für 10-jährige Festhypotheken, den Comparis jeweils anhand der von 30 Kreditinstituten öffentlich publizierten Referenzzinsen berechnet, lag Ende Dezember bei 1,91 Prozent und damit 0,23 Prozentpunkte höher als Ende September. Für 5-jährige Festhypotheken kletterte der Richtsatz auf 1,61 Prozent von 1,39 Prozent.
Höhere Kapitalmarktzinsen
Der Anstieg ist laut Comparis primär auf höhere Kapitalmarktzinsen zurückzuführen. So betrug die Rendite für 10-jährige Bundesobligationen Ende Dezember 0,33 Prozent, das sind 0,13 Prozentpunkte mehr als noch Ende September. Gleichzeitig zogen die Refinanzierungskosten der Banken an. Zudem hätten viele Banken ihre Margen ausgeweitet.
Besonders gut sichtbar sei dieser Effekt bei Saron-Hypotheken, deren Zins aktuell nur aus der Marge bestehe. Erstrangige Saron-Hypotheken wurden Ende Dezember in einer Spanne von 0,8 bis 1,2 Prozent angeboten, während sich die Spanne vor drei Monaten noch zwischen 0,7 und 1,2 Prozent bewegte.
10-jährige Festhypotheken seien derweil zu 1,5 bis 1,9 Prozent im Vergleich zu 1,3 bis 1,8 Prozent Ende September zu haben. Bei 5-jährigen Festhypotheken liegt der Zins von 1,2 bis 1,6 Prozent nach 1,0 bis 1,5 Prozent.
