Die Nummer 1 am Genfersee
Sport
January 14, 2026

Die Nummer 1 am Genfersee

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Am letzten Wochenende überholte Servette erstmals seit dem 23. September Lausanne in der Tabelle der National League. Die Genfer bleiben nach dem 3:0-Auswärtssieg in Lausanne die Nummer 1 am Genfersee. Das sind die Fakten der drei Spiele vom Mittwoch.

Zuletzt war die Hierarchie in der Romandie eine andere: Lausanne fegte im Herbst Servette mit 11:0 aus der Malley-Halle. Bis vor einer Woche hielten die Waadtländer hinter dem souveränen Leader HC Davos den 2. Platz. Mittlerweile sind die Lausanner hinter Fribourg-Gottéron (2.), Genf-Servette (3.) und Lugano (4.) auf Platz 5 zurückgefallen. Die letzten fünf und sieben der letzten acht Spiele gingen für Lausanne alle verloren.

Gegen Servette gelang Lausanne zum zweiten Mal nacheinander (nach dem 0:4 gegen Gottéron) auf heimischem Eis nicht einmal ein Tor. Aus den letzten drei Partien resultierte bloss ein Goal (beim 1:5 in Davos). Markus Granlund (2 Tore) und Junior Simas Ignatavicius (18-jährig) erzielten die drei Treffer für Servette, das seit dem 0:11 im Herbst alle drei weiteren Partien gegen Lausanne gewonnen hat (5:3, 7:3, 3:0).

Fehlende Disziplin

In Zug dürfte Headcoach Michael Liniger nicht mehr ruhig schlafen. Sieben Pflichtspiele de suite zu verlieren kommt bei keinem Team mit hohen Ansprüchen gut an. Vieles mutete bei der 2:3-Niederlage gegen Lugano schrecklich an. 6930 Zuschauer sind fast Saisonminusrekord, wobei zusätzlich viele Dauerkartenbesitzer zu Hause blieben. Obwohl die Zuger schon im ersten Drittel in Rückstand gerieten, schossen sie bloss 16-mal aufs Gehäuse des HC Lugano. Und ausserdem agierten die Zuger äusserst undiszipliniert. Das begann mit einem Frustfoul nach Zach Sanfords 0:2 (Daniel Vozenilek), David Sklenicka musste schon im zweiten Drittel vorzeitig unter die Dusche, und im Schlussabschnitt kamen weitere Strafen wegen zuvieler Spieler auf dem Eis und ein weiteres Frustfoul (von Dominik Kubalik) hinzu.

Lugano siegte verdientermassen und deutlich. Erst 22 Sekunden vor Schluss gelang dem EVZ zum 2:3 noch Resultatkosmetik.

Goalie-Duell

Ein spektakuläres Torhüter-Duell gab es bei Ajoie gegen die SCL Tigers (2:1 n.P.). Damiano Ciaccio, der vor zehn Jahren Langnau zurück in die National League «hexte», sicherte dem HC Ajoie mit 41 Paraden und vier parierten Penaltys die ersten Punkte im neuen Jahr. Bei den SCL Tigers hütete erstmals der erst 20-jährige Franzose Martin Neckar in der National League das Tor. Neckar kam zu 18 Paraden plus drei gehaltenen Penaltys, was aber nicht zum Sieg ausreichte.

Neckar kam bislang in dieser Saison zu 18 Einsätzen (und 8 Siegen) mit Chur in der Swiss League. Er debütierte mit den Tigers, weil Luca Boltshauser und Robin Meyer beide krank flachliegen.

Matchtelegramme:

Lausanne – Genève-Servette 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)

9600 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kaukokari/Wiegand, Urfer/Duc. – Tore: 26. Granlund (Puljujärvi, Vesey) 0:1. 35. Ignatavicius (Pouliot, Praplan) 0:2. 59. Granlund 0:3 (ins leere Tor). – Strafen: je 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Czarnik; Puljujärvi.

Lausanne: Hughes; Brännström, Sansonnens; Niku, Marti; Vouardoux, Fiedler; Haas; Fuchs, Czarnik, Caggiula; Riat, Rochette, Oksanen; Hügli, Spooner, Zehnder; Prassl, Bougro, Douay; Holdener.

Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Schneller, Sutter; Puljujärvi, Granlund, Vesey; Bozon, Pouliot, Ignatavicius; Praplan, Jooris, Akeson; Miranda, Verboon, Rod.

Bemerkungen: Lausanne ohne Baragano, Heldner, Jäger, Kahun, Suomela (alle verletzt), Genève-Servette ohne Brassard, Hischier, Richard (alle verletzt) und Manninen (krank). Lausanne von 56:45 bis 58:25 ohne Torhüter.

Zug – Lugano 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)

6930 Zuschauer. – SR Piechaczek/Hungerbühler, Bachelut/Meusy. – Tore: 19. Fazzini (Sanford, Aebischer) 0:1. 33. Sanford 0:2. 37. (36:30) Canonica (Fazzini) 0:3. 38. (37:37) Hofmann (Kubalik, Tobias Geisser) 1:3. 60. (59:38) Hofmann (Tatar, Riva) 2:3 (ohne Torhüter). – Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Sklenicka) plus Spieldauer (Sklenicka) gegen Zug, 1mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Kubalik; Fazzini.

Zug: Wolf; Sklenicka, Riva; Schlumpf, Tobias Geisser; Stadler, Mischa Geisser; Moret; Wingerli, Kovar, Kubalik; Künzle, Tatar, Hofmann; Vozenilek, Senteler, Eggenberger; Antenen, Leuenberger, Herzog; Wey.

Lugano: Schlegel; Alatalo, Müller; Aebischer, Dahlström; Carrick, Jesper Peltonen; Brian Zanetti; Simion, Thürkauf, Emanuelsson; Fazzini, Sanford, Canonica; Perlini, Tanner, Sekac; Marco Zanetti, Morini, Bertaggia; Aleksi Peltonen.

Bemerkungen: Zug ohne Balestra, Bengtsson, Diaz, Fueter, Guerra und Martschini (alle verletzt), Lugano ohne Kupari (verletzt). Zug ab 58:23 ohne Torhüter.

Ajoie – SCL Tigers 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 0:0) n.P.

Pruntrut. – 3496 Zuschauer. – SR Dipietro/Fonselius, Allenspach/Humair. – Tore: 3. Salzgeber (Lapinskis) 0:1. 28. Devos (Powerplaytor) 1:1. – Penaltyschiessen: Sopa -, Rohrbach -; Nättinen -, Felcman -; Friman 1:0, Paschoud -; Devos -, Petrini -; Mottet 2:0. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ajoie, 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. – PostFinance-Topskorer: Honka; Rohrbach.

Ajoie: Ciaccio; Christe, Honka; Pilet, Friman; Fischer, Berthoud; Nussbaumer; Hazen, Devos, Nättinen; Sopa, Wick, Mottet; Pedretti, Romanenghi, Bozon; Cormier, Cavalleri, Veckaktins; Pouilly.

SCL Tigers: Neckar; Meier, Riikola; Kinnunen, Mathys; Paschoud, Baltisberger; Lehmann; Allenspach, Malone, Pesonen; Rohrbach, Felcman, Mäenalanen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Bachofner; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Aeschlimann.

Bemerkungen: Ajoie ohne Bellemare, Conz, Fey, Garessus, Gauthier, Keller, Patenaude, Robin und Turkulainen (alle verletzt), SCL Tigers ohne Erni (krank), Björninen und Petersson (beide verletzt).