Franzoni mit erstem Weltcupsieg – Rogentin fährt am Lauberhorn in die Top 10
Sport
January 16, 2026

Franzoni mit erstem Weltcupsieg – Rogentin fährt am Lauberhorn in die Top 10

Giovanni Franzoni feiert im Super-G in Wengen seinen ersten Weltcupsieg. Der 24-jährige Italiener siegt vor Stefan Babinsky und Franjo von Allmen. Stefan Rogentin baut eine beeindruckende Serie aus.

Franzoni legte mit Startnummer 1 eine Zeit auf den Hochgeschwindigkeits-Kurs, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbrach. Der Österreicher Babinsky büsste bei anfangs prächtigen Bedingungen 35 Hundertstel ein, der Lokalmatador Von Allmen 37, Odermatt mehr als eine halbe Sekunde. Mit fortschreitender Renndauer wurde die Sicht etwas diffuser.

Von Allmen, vor dem Jahreswechsel Dritter in Livigno, verpasste im oberen Streckenteil beinahe ein Tor, kam aber noch einmal nahe an Franzoni heran. Erst das Ziel-S sorgte schliesslich für den Unterschied. Odermatt handelte sich die halbe Sekunde Rückstand im Brüggli-S ein, wo er entscheidend Tempo einbüsste.

Nur bedingt eine Überraschung

Franzoni ist der erste italienische Super-G-Sieger in Wengen. Der letzte italienische Sieg an den Lauberhornrennen datiert von 2013, als Christof Innerhofer in der Abfahrt triumphiert hatte.

Franzonis erster Weltcupsieg überrascht nur ansatzweise. Im Dezember stieg er als Dritter im Super-G von Gröden zum ersten Mal auf das Podest. In den beiden Abfahrtstrainings war er am Mittwoch und Donnerstag jeweils mit mehr als einer Sekunde Vorsprung der Schnellste. 2021 war er Junioren-Weltmeister im Super-G, ein Jahr später Junioren-Weltmeister in der Abfahrt und in der Kombination.

Vor zwei Jahren wurde sein Aufstieg wegen eines Sturzes in Wengen vorübergehend gestoppt. Beim Aufschlag in den Fangnetzen des Canadian Corner zog er sich damals eine komplexe Verletzung der Beugesehnen am rechten Oberschenkel zu. Sein bestes Weltcup-Resultat vor dieser Saison war Rang 4 Ende 2024 in Beaver Creek.

Rogentins beeindruckende Konstanz

Stefan Rogentin klassiert sich in seiner Paradedisziplin auf Rang 7. Der Bündner, der in Wengen im Super-G schon zwei Mal auf dem Podium stand, verlor 91 Hundertstel auf Sieger Franzoni. «In Langentrejen hat es mir den Ski weggerissen», analysiert Rogentin im SRF-Interview. «Das kostet Tempo.» Rogentins Konstanz in dieser Saison ist beeindruckend. In fünf Super-G-Rennen klassierte sich der Heidner immer in den Top 8. 

Am Samstag steht in Wengen die Abfahrt auf dem Programm. 2025 sorgten Odermatt und Von Allmen in dieser für einen Schweizer Doppelsieg. Der Start ist auf 12.30 Uhr angesetzt.