Schweizer schaffen das scheinbar Unmögliche
Sport
January 20, 2026

Schweizer schaffen das scheinbar Unmögliche

Die Schweizer Handballer stehen an der EM sensationell in der Hauptrunde. Es ist ein kleines Wunder.

Die Mannschaft von Trainer Andy Schmid gewinnt in Oslo das letzte Vorrundenspiel gegen Montenegro 43:26 und profitiert davon, dass der Olympia-Vierte Slowenien die Färöer 30:27 bezwingt.

Die Partie gegen Montenegro war für die Schweizer eine Reifeprüfung, nachdem sie am Sonntag gegen Slowenien nach einer 23:14-Führung noch 35:38 verloren hatten. Einerseits galt es, so hoch wie möglich zu gewinnen, um die Hoffnungen auf den Einzug in die Hauptrunde zu wahren. Andererseits war ein Sieg mit Blick auf die WM-Qualifikation wichtig, da er den Weg vereinfacht.

Die Schweizer bestanden die Reifeprüfung. Sie spulten im Angriff routiniert ihre Abläufe ab. Nach dem erhaltenen 6:5 (9.) schossen sie vier Tore in Serie zum 10:5 (13.). Vom 18:15 (26.) zum 22:15 (30.) gelangen ihnen abermals vier Tore in Folge. Zur Pause stand es 22:16. Nach der Pause kassierten die Schweizer während fast zehn Minuten kein Gegentor, sodass der Vorsprung beim 29:16 (40.) bis auf 13 Treffer anwuchs. Und diesmal liess die SHV-Auswahl nicht nach – im Gegenteil.

Vier Schweizer Spieler sind hervorzuheben: Goalie Mathieu Seravalli, Luca Sigrist, Lenny Rubin und Gino Steenaerts. Seravalli, der in den ersten zwei Partien kein Vertrauen erhalten hatte, parierte nach seiner Einwechslung 12 Schüsse und verzeichnete eine Abwehrquote von sagenhaften 48 Prozent. Sigrist und Rubin erzielten je zehn Tore, wobei ersterer nur einen Fehlwurf verzeichnete. Steenaerts war achtmal erfolgreich.

Dank dem Kantersieg ist die Ausgangslage für die Schweizer nun einfach: Verlieren die Färöer gegen den Olympia-Vierten Slowenien, stehen sie in der Hauptrunde.