Ein Basler Totalausfall und ein Berner Lichtblick
Die vorletzte Runde der Europa League ist für beide Schweizer Vertreter eine Enttäuschung. Für Basel eine ohne Wenn und Aber, bei YB betont man die Lichtblicke.
Basels Sportchef Daniel Stucki sagte es nach dem 1:3 in Salzburg gegenüber SRF klipp und klar: «Es war eine desolate Leistung.» In der ersten Halbzeit seien sie pomadig aufgetreten, ohne Ordnung und mit zu wenig Laufbereitschaft. «Ein Totalausfall», nannte es Flavius Daniliuc, dessen Fehlpass in der 4. Minute am Ursprung des 0:1 stand und damit den Beginn des schwachen Basler Auftritts markierte, wie er offen zugab.
Dabei war es für den FC Basel ein «absolutes Finalspiel», so Dominik Schmid. «Wir hatten uns viel vorgenommen, und wir haben viel zu wenig gemacht. In der ersten Halbzeit waren wir nicht in den Zweikämpfen, kamen immer zu spät, gingen nicht in die Tiefe, leisteten uns zu viele Stockfehler. Ich könnte gar nicht aufhören, die Fehler aufzuzählen, die wir gemacht haben.»
Die Young Boys waren nach dem 0:1 gegen Lyon darauf aus, das Positive zu betonen. «Die Tendenz zeigt nach oben», hielt Captain Loris Benito fest. Es sei ein guter Schritt nach dem enttäuschenden Start in die Rückrunde, ergänzte Trainer Gerardo Seoane. Und Goalie Marvin Keller sprach sogar von einer «sehr guten Leistung»: «Nur das Tor hat gefehlt.»
Die Tabellenlage vor der Schlussrunde am kommenden Donnerstag ist ähnlich wie die Stimmung: düsterer beim FCB als bei den Young Boys. Die Berner haben ihr Schicksal noch in den eigenen Händen. Ein Sieg in Stuttgart reicht sicher zum Weiterkommen. Für den drei Punkte hinter YB liegenden FC Basel ist der Heimsieg gegen Viktoria Pilsen Pflicht, um noch auf den Vorstoss in die Top 24 zu hoffen.
