Baserga führt starkes Schweizer Frauenteam an
Die Schweizer Langläuferinnen überzeugen im Obergoms, die Biathletinnen als Team in Tschechien. Die weiteren Fakten des Wintersport-Tages.
Biathlon. – Die Schweizer Biathletinnen sind für die Olympischen Spiele bereit. Im letzten Wettkampf vor dem Saison-Höhepunkt wurde Amy Baserga im Einzelrennen mit Massenstart über 12,5 km Neunte, Aita Gasparin lief auf den 15., Lena Häcki-Gross auf den 18. Platz. Die Schwyzerin bestätigte damit trotz drei Schiessfehlern ihre bisherigen starken Saisonleistungen, Gasparin und Häcki-Gross ihren Formanstieg an diesem Wochenende in Nove Mesto. Die beiden Routiniers waren für Olympia selektioniert worden, obwohl sie die geforderten Resultate (noch) nicht erreicht hatten. Baserga überzeugte beim ersten Saisonsieg der Französin Julia Simon auch in der Loipe mit der zehntbesten Laufzeit. Auf den ersten fünf Plätzen klassierten sich vier Französinnen.
Auch bei den Männern triumphierte mit Eric Perrot ein Franzose. Joscha Burkhalter, der einzige Schweizer im 30er-Feld beim Massenstart enttäuschte mit vier Schiessfehlern und dem 22. Platz.
Fähndrich und Klee in den Top Ten
Nadine Fähndrich bestätigte beim Langlauf-Weltcup im Oberwallis auch über die längere Distanz ihre Topform. Nach dem Podestplatz im Sprint vom Samstag belegte die 30-jährige Luzernerin auf den 20 km in der klassischen Technik mit Massenstart um Ulrichen den 9. Rang. Auf die finnische Überraschungssiegerin Johanna Matintalo verlor sie 1:16 Minuten und war damit die Beste hinter einer Spitzengruppe von acht Läuferinnen, die sich schon früh abgesetzt hatten. Fähndrich lief im Weltcup erst zum dritten Mal in die Top Ten auf einer Distanz von mehr als 10 km.
Anja Weber (19.) und Marina Kälin (21.) sorgten für ein starkes Schweizer Teamresultat. Kälin erfüllte damit auf den letzten Drücker den zweiten Teil der Olympia-Selektionskriterien. Ihre ältere Schwester Nadja Kälin, eigentlich die beste Schweizer Distanzläuferin, gab auf und wollte wohl zwei Wochen vor Olympia nicht unnötig Kraft verschwenden.
Auch die Schweizer Männer zeigten eine gute Reaktion auf einen bisher enttäuschenden Winter auf den Distanzstrecken – allen voran Beda Klee. Der Toggenburger lief über 20 km als Zehnter zum siebten Mal in seiner Karriere im Weltcup in die Top Ten – zum ersten Mal seit fast genau zwei Jahren ebenfalls im Goms. Klee ist der einzige Schweizer, der die Olympiarichtlinien komplett erfüllt hat. Er war aber nach dem starken Auftakt in Finnland in eine Formkrise geraten und hatte auf die Tour de Ski verzichtet. Das Rennen im Wallis war nun eine «grosse Erleichterung», wie er feststellte.
Nicola Wigger meldete mit dem 21. Platz eine Bewerbung für die Teilnahme an den Olympischen Spielen im Val di Fiemme an. Der 24-jährige Zürcher Oberländer war zuvor nie besser als im 34. Rang klassiert gewesen und darf nun auf eines der fünf Olympia-Tickets hoffen. Drei dürften für die Sprinter reserviert sein. An der Spitze standen nicht weniger als sieben Norweger, Johannes Klaebo feierte seinen 107. Weltcupsieg – ohne Teams und Staffeln.
