Brillanter Shaqiri macht in verrücktem Klassiker den Unterschied
Sport
January 25, 2026

Brillanter Shaqiri macht in verrücktem Klassiker den Unterschied

Xherdan Shaqiri entscheidet einen wilden Klassiker zwischen dem FC Zürich und Basel fast im Alleingang. Basels Zauberfuss gleicht zweimal aus, legt das 3:2 auf und trifft in der 94. Minute zum 4:3.

Was für ein verrückter Klassiker im Letzigrund! Vor knapp 20’000 Zuschauern lieferten sich Zürich und Basel einen mehr als 90-minütigen Schlagabtausch. Zweimal ging der FCZ in der wilden Partie in Führung, zweimal glich Xherdan Shaqiri in der ersten Halbzeit aus. Nach dem Seitenwechsel bediente Basels Zauberfuss Philip Otele mit einem gefühlvollen Freistoss zum 3:2, doch das war es noch lange nicht.

Eine halbe Stunde fielen nach dem Ausgleich durch Damienus Reverson in der 64. Minute trotz einer Flut an Chancen keine Tore mehr. Dann gehörte die Bühne wieder Shaqiri, der in der 4. Minute der Nachspielzeit mit einem platzierten Schuss an der Strafraumgrenze tatsächlich auch noch den Siegtreffer erzielte.

Wahnsinn! Seit dem 7. Dezember hatte Shaqiri in der Super League nicht mehr getroffen. Nun war er dreimal erfolgreich, verbuchte seine zehnte Vorlage und schraubte seine Saison-Ausbeute in der Super League auf neun Tore und zehn Vorlagen. Für das 1:1 brauchte er nach einem Steilpass von Otele zwei Ballkontakte, für den Lupfer zum 2:2 nach einem missratenen Ausflug von Yanick Brecher einen. Beim Siegtreffer schnappte er sich nach einem gewonnenen Zweikampf den Ball, zog diagonal Richtung Strafraum, verzögerte den Abschluss und schoss ins untere Eck.

«Dazu muss man nicht viel sagen. Wir wissen alle, was Shaq kann, darum: Danke für die Punkte», sagte ein entzückter Dion Kacuri nach der Partie. Kacuri hatte nach einer halben Stunde ebenfalls getroffen, sein vermeintliches 2:1 zählte aber wegen einer Handberührung nicht.

Auch bei Philippe Kénys Penalty zum 2:1 für den FCZ ging es danach drunter und drüber: Marwin Hitz parierte seinen ersten Versuch, verliess die Torlinie dabei aber zu früh. Im zweiten Anlauf hämmerte der auch sonst auffällige Kény den Ball dann in den hohen Winkel.

Begonnen hatte der stimmungsgeladene Klassiker für den FC Basel mit dem Gegentreffer schon nach 34 Sekunden durch Matthias Phaëton noch denkbar ungünstig. Dank Shaqiri und mündete er schliesslich in einem süssen Basler Prestigesieg, der für die kommenden Wochen auch als Befreiungsschlag stehen kann. Zwar haben die Basler in der Super League seit acht Partien nicht mehr verloren, fünfmal spielten sie in den vorangegangenen sieben Spielen aber unentschieden – weshalb es Sportchef Daniel Stucki vor der Partie unterlassen hatte, dem Trainer Ludovic Magnin öffentlich den Rücken zu stärken.

Telegramm:

Zürich – Basel 3:4 (2:2)

18’878 Zuschauer. – SR San. – Tore: 1. Phaëton (Krasniqi) 1:0. 11. Shaqiri (Otele) 1:1. 43. Kény (Penalty) 2:1. 45. Shaqiri (Schmid) 2:2. 51. Otele (Shaqiri) 2:3. 64. Reverson 3:3. 94. Shaqiri (Duranville) 3:4.

Zürich: Brecher; Palacio, Segura (56. Ihendu), Vujevic; Kablan (63. Bangoura), Tsawa, Reichmuth (82. Stiel), Comenencia; Krasniqi (55. Di Giusto); Phaëton (63. Reverson), Kény.

Basel: Hitz; Rüegg, Adjetey, Daniliuc, Schmid; Koindredi (87. Leroy), Kacuri; Agbonifo (68. Duranville), Shaqiri, Otele (74. Traoré); Ajeti (68. Kaio Eduardo/87. Soticek).

Bemerkungen: Verwarnungen: 2. Phaëton (im nächsten Spiel gesperrt), 42. Ajeti, 44. Shaqiri (im nächsten Spiel gesperrt), 70. Kény, 74. Di Giusto, 80. Koindredi.