Fähndrich führt starkes Schweizer Frauenteam an
Die Schweizer Langläuferinnen überzeugen im Obergoms, die Biathleten in Tschechien weniger. Die weiteren Fakten des Wintersport-Tages.
Nadine Fähndrich bestätigt beim Langlauf-Weltcup im Oberwallis auch über die längere Distanz ihre Topform. Nach dem Podestplatz im Sprint vom Samstag belegte die 30-jährige Luzernerin auf den 20 km in der klassischen Technik mit Massenstart um Ulrichen den 9. Rang. Auf die finnische Überraschungssiegerin Johanna Matintalo verlor sie 1:16 Minuten und war damit die Beste hinter einer Spitzengruppe von acht Läuferinnen, die sich schon früh abgesetzt hatten. Fähndrich lief im Weltcup erst zum dritten Mal in die Top Ten auf einer Distanz von mehr als 10 km.
Anja Weber (19.) und Marina Kälin (21.) sorgten für ein starkes Schweizer Teamresultat. Kälin erfüllte damit auf den letzten Drücker den zweiten Teil der Olympia-Selektionskriterien. Ihre ältere Schwester Nadja Kälin, eigentlich die beste Schweizer Distanzläuferin, gab auf und wollte wohl zwei Wochen vor Olympia nicht unnötig Kraft verschwenden.
Klee mit Ausrufezeichen
Langlauf. – Auch die Schweizer Männer zeigten eine gute Reaktion auf einen bisher enttäuschenden Winter auf den Distanzstrecken – allen voran Beda Klee. Der Toggenburger lief über 20 km als Zehnter zum siebten Mal in seiner Karriere im Weltcup in die Top Ten – zum ersten Mal seit fast genau zwei Jahren ebenfalls im Goms. Klee ist der einzige Schweizer, der die Olympiarichtlinien komplett erfüllt hat. Er war aber nach dem starken Auftakt in Finnland in eine Formkrise geraten und hatte auf die Tour de Ski verzichtet. Das Rennen im Wallis war nun eine «grosse Erleichterung», wie er feststellte.
Nicola Wigger meldete mit dem 21. Platz eine Bewerbung für die Teilnahme an den Olympischen Spielen im Val di Fiemme an. Der 24-jährige Zürcher Oberländer war zuvor nie besser als im 34. Rang klassiert gewesen und darf nun auf eines der fünf Olympia-Tickets hoffen. Drei dürften für die Sprinter reserviert sein. An der Spitze standen nicht weniger als sieben Norweger, Johannes Klaebo feierte seinen 107. Weltcupsieg – ohne Teams und Staffeln.
Burkhalter ohne Spitzenplatz
Biathlon. – Im letzten Wettkampf vor den Olympischen Spielen in Nove Mesto gab es für die Schweizer Biathleten keinen Exploit. Joscha Burkhalter hatte sich als einziger für das Massenstartrennen der Top 30 qualifiziert, enttäuschte aber mit vier Schiessfehlern und dem 22. Platz.
