«Ich habe den richtigen Schlüssel gefunden, um voll zu attackieren»
Der bei Halbzeit führende Loïc Meillard klassiert sich beim Slalom in Kitzbühel auf Platz 2. Anders als Marco Odermatt am Vortag in der Abfahrt ist der Westschweizer mit der silbernen Gams zufrieden.
Loïc Meillard, Sie haben den ersten Lauf dominiert, brachten den grossen Vorsprung aber nicht über die Ziellinie. Haben Sie eine Erklärung dafür?
«Der zweite Lauf war vom Stil her ganz anders, genau wie die Unterlage, da ich als Letzter an der Reihe war. Ich musste in der Spur fahren, konnte nicht meine eigene Linie ziehen. Darauf habe ich mich eingestellt. An einigen Stellen klappte es gut, in anderen Teilen weniger.»
Haben Sie nun die silberne Gams gewonnen oder die goldene verloren?
«Klar, du willst immer Erster werden. Ich habe voll attackiert und probiert, die richtige Linie zu fahren. Felli (Manuel Feller; d. Red.) war im Mittelteil einfach schneller und hat sich den Sieg verdient. Ich weiss, dass es für mich noch Arbeit gibt.»
Sie fuhren in Kitzbühel zum ersten Mal auf das Podest. Was war heute anders als in den vergangenen Jahren?
«Gute Frage. Meine Form passt momentan, es geht in die richtige Richtung, auch wenn ich noch nicht bei 100 Prozent bin. Der Schnee hat mir heute gefallen, teilweise war es eisig, dann wieder griffig. Ich habe den richtigen Schlüssel gefunden, um voll zu attackieren und nicht zu viel zu überlegen.»
Jetzt folgen zwei Nachtrennen in Schladming. Sie haben positive Erinnerungen an den Hang dort, konnten den Riesenslalom vor drei Jahren gewinnen.
«Sicher, an den Riesenslalom habe ich sehr gute Erinnerungen. Im Slalom bin ich ein paar Mal knapp neben dem Podest gestanden. Ich weiss, wie man diesen Hang fahren muss. Bei den Nachtevents ist immer eine gute Stimmung und eine spezielle Ambiance.»
Fahren Sie lieber bei Flut- als bei Tageslicht?
«Es ist gut eine Mischung zu haben. Bei Flutlicht ist es eine etwas andere Stimmung, auch die Fans sind anders am Abend. Die Dunkelheit macht es ein wenig enger, du hast das Gefühl, die Leute sind näher dran.»
