Fribourg mit siebentem Sieg in Serie
Fribourg-Gottéron setzt seinen Siegeszug in der National League fort, Bern und die ZSC Lions gewinnen die Derbys. Die Fakten vom Dienstag.
Fribourg ist derzeit nicht zu stoppen. Zwar geriet Gottéron im Heimspiel gegen Ambri-Piotta zweimal in Rückstand, am Ende feierte das Team von Trainer Roger Rönnberg mit 4:3 nach Verlängerung dennoch den siebenten Sieg in Serie. Zu Hause war es gar der achte Erfolg hintereinander. Samuel Walser glich für die Gastgeber in der 57. Minute zum 3:3 aus, ehe der Schwede Lukas Wallmark nach 99 Sekunden der Verlängerung für die Entscheidung verantwortlich zeichnete. Fribourg bezwang Ambri zum siebenten Mal in Folge vor heimischem Publikum.
Bern auswärts weiter eine Macht
Die um die Teilnahme am Play-In kämpfenden SCL Tigers und Bern lieferten sich ein packendes Derby, das auf beide Seiten hätte kippen können. Das bessere Ende behielt letztendlich der SCB, der dank einem Tor von Benjamin Baumgartner 73 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung mit 4:3 den siebenten Auswärtssieg in Serie feierte. Im ersten Drittel lautete das Schussverhältnis 12:5 für Bern, dennoch führte Langnau dank einem Tor von Saku Mäenalanen 39 Sekunden vor der ersten Pause 1:0. In der 22. Minute erhöhte der Finne auf 2:0. In der Folge hatten die Gastgeber die Partie im Griff, bis Waltteri Merelä (28.) im Powerplay der Anschlusstreffer gelang. Dieser kehrte das Momentum: Der schwedische Verteidiger Hardy Häman Aktell brachte den SCB mit zwei Toren 3:2 in Führung – den zweiten Treffer erzielte er fünf Sekunden vor der zweiten Pause. Dario Allensbach (43.) rettete die Langnauer in die Overtime. Dennoch verloren die Tigers zum vierten Mal in Serie.
ZSC gewinnt auch viertes Derby
Die ZSC Lions gewannen auch das vierte Zürcher Derby gegen Kloten in der laufenden Meisterschaft – insgesamt war es der fünfte Sieg in Serie gegen den Kantonsrivalen. Zwar verspielte der ZSC eine 2:0-Führung – Mischa Ramel glich für Kloten in der 57. Minute zum 2:2 aus, nachdem seinem Team in den ersten drei Saisonduellen gegen den ZSC bloss ein Treffer gelungen war. Eine Minute vor dem Ende brachte Jesper Frödén die Lions aber erneut in Führung, worauf der formstarke Sven Andrighetto fünf Sekunden vor Schluss mit seinem zweiten Tor in dieser Partie alles klar machte.
Lugano dank starkem ersten und letzten Drittel
Lugano liess in den vorangegangenen drei Heimspielen gegen die Rapperswil-Jona Lakers nur ein Gegentor zu – die letzten beiden gewannen die Bianconeri zu Null. Nun gelangen den Gästen im Mitteldrittel drei Tore, weshalb es nach 40 Minuten 3:3 stand. Das 1:3 und 2:3 erzielten Mika Henauer sowie Tyler Moy in der 22. Minute innerhalb von 36 Sekunden. Moy traf auch zum 3:3 (37.). Lugano liess sich davon aber nicht entmutigen und ging in der 55. Minute durch Calvin Thürkauf erneut in Führung. Der Captain der Südtessiner traf wie bereits Brendan Perlini zum 2:0 (11.) im Powerplay, nachdem Lugano zuvor in sechs Partien in Folge ohne Treffer in Überzahl geblieben war. Am Ende lautete das Resultat 7:3 – die letzten beiden Tore erzielten Zach Sanford (59.) respektive Einar Emanuelsson (60.) ins leere Gehäuse.
Zug kommt beim Leader unter die Räder
Die Flitterwochen für den EV Zug und seinen neuen Trainer Benoît Groulx sind zu Ende. Nach zwei erkämpften Siegen gegen Kloten und Langnau gerieten sie in Davos wieder ins alte Fahrwasser, das nach dem Jahreswechsel zu wettbewerbsübergreifend zehn Niederlagen in Folge geführt hatte. Die Zuger verloren 1:4. Tino Kessler (nach 37 Sekunden und in der 45. Minute) und Brendan Lemieux (6./42.) trafen je zweimal zur vorentscheidenden 4:0-Führung. Auch Leonardo Genoni war für einmal kein sicherer Rückhalt, der MVP der letzten WM wehrte nur 22 von 26 Schüssen ab.
Biel mit Pflichtsieg
Mit der Verpflichtung von Trainer Christian Dubé als Nachfolger des entlassenen Martin Filander kehrte in Biel die Zuversicht zurück, die Play-Ins noch zu erreichen. Dafür war ein Heimsieg gegen den Tabellenletzten Ajoie ein Muss – auch wenn die Jurassier vier der fünf vorangegangenen Partien gewonnen hatten. Diese Pflicht erfüllten die Seeländer mit einem 6:3-Sieg. Zwar gelang den Gästen zweimal der Anschlusstreffer. Nur 112 Sekunden nach dem 2:3 von Christophe Cavalleri (45.) brachte der erst 16-jährige Jonah Neuenschwander die Bieler mit seinem vierten Saisontreffer aber erneut mit zwei Toren in Führung, worauf er auch das 5:2 von Johnny Kneubuehler (53.) vorbereitete.
Telegramme:
Fribourg-Gottéron – Ambri-Piotta 4:3 (1:0, 1:3, 1:0, 1:0) n.V.
9372 Zuschauer. – SR Stolc (SVK)/Kaukokari (FIN), Steenstra (CAN)/Meusy. – Tore: 6. Johnson (Glauser) 1:0. 25. Joly (Heed, Formenton/Powerplaytor) 1:1. 30. (29:28) Formenton (Bachmann, DiDomenico) 1:2. 30. (29:51) Bertschy (Glauser, Streule) 2:2. 40. (39:17) Bachmann (Tierney, DiDomenico) 2:3. 57. Walser (Nicolet, Reber) 3:3. 62. Wallmark (Rattie) 4:3. – Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Johnson) plus Spieldauer (Johnson) gegen Fribourg-Gottéron, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Schmid; DiDomenico.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Glauser, Johnson; Nemeth, Streule; Jecker; Rattie, Wallmark, Schmid; Bertschy, Borgström, Biasca; Sprunger, De la Rose, Marchon; Nicolet, Walser, Reber; Gerber.
Ambri-Piotta: Senn; Virtanen, Zaccheo Dotti; Heed, Pezzullo; Dario Wüthrich, Bachmann; Isacco Dotti; Pestoni, Heim, Zwerger; DiDomenico, Tierney, Formenton; Grassi, Kostner, Müller; Joly, Manix Landry, De Luca; Lukas Landry.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Dorthe, Seiler, Sörensen (alle verletzt) und Rau (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Bürgler und Zgraggen (beide verletzt).
SCL Tigers – Bern 3:4 (1:0, 1:3, 1:0, 0:1) n.V.
6000 Zuschauer. – SR Piechaczek (GER)/Hungerbühler, Cattaneo/Bürgy. – Tore: 20. (19:21) Mäenalanen (Riikola, Meier) 1:0. 22. Mäenalanen (Kinnunen, Rohrbach/Powerplaytor) 2:0. 28. Merelä (Sgarbossa, Untersander/Powerplaytor) 2:1. 35. Häman Aktell (Aaltonen, Marchon) 2:2. 40. (39:55) Häman Aktell (Kreis, Ejdsell) 2:3. 43. Allenspach (Baltisberger, Rohrbach) 3:3. 64. Baumgartner (Lindholm) 3:4. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 2mal 2 Minuten gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Petersson; Ejdsell.
SCL Tigers: Boltshauser; Meier, Riikola; Kinnunen, Mathys; Paschoud, Baltisberger; Erni; Pesonen, Flavio Schmutz, Julian Schmutz; Petersson, Felcman, Mäenalanen; Rohrbach, Malone, Allenspach; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Bachofner.
Bern: Zurkirchen; Lindholm; Untersander, Kreis; Häman Aktell, Rhyn; Kindschi; Merelä, Aaltonen, Marchon; Marco Lehmann, Sgarbossa, Ejdsell; Vermin, Baumgartner, Müller; Ritzmann, Graf, Alge; Schild.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Nik Lehmann () und Björninen (verletzt), Bern ohne Bemström, Füllemann, Simon Moser, Levin Moser, Scherwey (alle verletzt), Bont, Schenk, Serkins, Zürcher (alle ), Iakovenko und Reideborn (beide überzählige Ausländer).
Kloten – ZSC Lions 2:4 (0:1, 0:1, 2:2)
6296 Zuschauer. – SR Hebeisen/Ruprecht, Obwegeser/Altmann. – Tore: 13. Andrighetto (Balcers) 0:1. 38. Gruber (Geering) 0:2. 44. Meyer (Klok, Wolf) 1:2. 57. Ramel (Delémont, Meyer/Powerplaytor) 2:2. 59. (59:00) Frödén (Grant) 2:3. 60. (59:55) Andrighetto (Malgin) 2:4 (ins leere Tor). – Strafen: je 4mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Leino; Malgin.
Kloten: Waeber; Delémont, Lindroth; Wolf, Klok; Profico, Steiner; Kellenberger; Smirnovs, Morley, Puhakka; Meyer, Gignac, Weibel; Simic, Leino, Ramel; Rafael Meier, Diem, Schäppi; Derungs.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Geering; Weber, Schwendeler; Lehtonen, Marti; Trutmann; Andrighetto, Malgin, Balcers; Frödén, Grant, Bader; Rohrer, Sundström, Riedi; Baechler, Sigrist, Gruber; Baltisberger.
Bemerkungen: Kloten ohne Hausheer und Simon Meier (beide verletzt), ZSC Lions ohne Hollenstein (verletzt) und Aberg (überzähliger Ausländer). Kloten von 59:14 bis 59:55 ohne Torhüter.
Lugano – Rapperswil-Jona Lakers 7:3 (3:0, 0:3, 4:0)
5072 Zuschauer. – SR Lemelin (USA)/Dipietro, Schlegel/Muggli. – Tore: 4. Carrick (Fazzini) 1:0. 11. Perlini (Sekac, Emanuelsson/Powerplaytor) 2:0. 15. Morini (Aebischer) 3:0. 22. (21:22) Henauer (Lammer) 3:1. 22. (21:58) Moy 3:2. 37. Moy (Strömwall) 3:3. 55. Thürkauf (Powerplaytor) 4:3. 58. (57:50) Simion 5:3. 59. (58:56) Sanford (Simion) 6:3 (ins leere Tor). 60. (59:29) Emanuelsson (Müller) 7:3. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 7mal 2 Minuten plus Spieldauer (Maillet) gegen Rapperswil-Jona Lakers. – PostFinance-Topskorer: Fazzini; Strömwall.
Lugano: Schlegel; Alatalo, Müller; Aebischer, Dahlström; Carrick, Brian Zanetti; Meile; Simion, Thürkauf, Perlini; Fazzini, Sanford, Sekac; Emanuelsson, Tanner, Bertaggia; Jesper Peltonen, Morini, Aleksi Peltonen; Henry.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Henauer, Larsson; Capaul, Maier; Dufner, Pilut; Flütsch; Wetter, Dünner, Lammer; Strömwall, Rask, Jensen; Moy, Maillet, Taibel; Zangger, Albrecht, Graf.
Bemerkungen: Lugano ohne Canonica, Kupari und Marco Zanetti (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Jelovac (gesperrt), Bisig, Embacher, Hornecker (alle ), Hofer (krank), Kellenberger, Quinn (beide verletzt), Fritz und Honka (beide überzählige Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers von 58:44 bis 58:56 ohne Torhüter.
Davos – Zug 4:1 (2:0, 0:0, 2:1)
6076 Zuschauer. – SR Stricker/Ströbel, Bachelut/Allenspach. – Tore: 1. (0:37) Kessler (Gredig) 1:0. 6. Lemieux (Jung, Stransky) 2:0. 42. Lemieux (Nussbaumer, Kessler/Powerplaytor) 3:0. 45. Kessler (Asplund) 4:0. 51. Senteler (Mischa Geisser, Herzog) 4:1. – Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Lemieux) plus Spieldauer (Lemieux) gegen Davos, 4mal 2 plus 5 Minuten (Vozenilek) plus Spieldauer (Vozenilek) gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Stransky; Kubalik.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Guebey; Stransky, Nussbaumer, Lemieux; Frehner, Ryfors, Tambellini; Kessler, Asplund, Gredig; Knak, Waidacher, Parrée; Egli.
Zug: Genoni; Sklenicka, Riva; Tobias Geisser, Mischa Geisser; Schlumpf, Stadler; Moret; Tatar, Wingerli, Kubalik; Wey, Kovar, Vozenilek; Künzle, Senteler, Herzog; Lindemann, Leuenberger, Eggenberger; Antenen.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi (verletzt), Gross (krank) und Zadina (überzähliger Ausländer), Zug ohne Balestra, Bengtsson, Diaz, Fueter, Guerra, Hofmann und Martschini (alle verletzt).
Biel – Ajoie 6:3 (2:0, 1:1, 3:2)
6131 Zuschauer. – SR Wiegand/Tscherrig, Gnemmi/Bichsel. – Tore: 11. Stampfli (Sever, Dionicio) 1:0. 15. Sever (Rajala, Burren) 2:0. 24. Hazen (Nättinen, Friman/Powerplaytor) 2:1. 32. Hofer (Dionicio, Sylvegard) 3:1. 45. Cavalleri (Honka, Veckaktins) 3:2. 47. Neuenschwander (Sallinen, Rajala) 4:2. 53. (52:19) Kneubuehler (Neuenschwander, Burren) 5:2. 54. (53:19) Rajala (Stampfli) 6:2. 54. (53:51) Nättinen 6:3. – Strafen: je 3mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Andersson; Honka.
Biel: Säteri; Hultström, Burren; Grossmann, Dionicio; Blessing, Zryd; Stampfli; Sylvegard, Andersson, Hofer; Rajala, Haas, Sever; Kneubuehler, Neuenschwander, Sallinen; Bärtschi, Christen, Sablatnig.
Ajoie: Ciaccio; Fey, Honka; Christe, Friman; Pilet, Fischer; Thiry; Hazen, Devos, Nättinen; Wick, Bellemare, Mottet; Sopa, Romanenghi, Pedretti; Cormier, Cavalleri, Veckaktins; Pouilly.
Bemerkungen: Biel ohne Cajka, Müller (beide verletzt) und Huuhtanen (überzähliger Ausländer), Ajoie ohne Berthoud, Bozon, Garessus, Gauthier, Keller, Patenaude, Robin und Turkulainen (alle verletzt). Ajoie ab 58:39 ohne Torhüter.
