Das ABC der diesjährigen Winterspiele
Das ABC der Olympischen Spiele in Mailand/Cortina vom 6. bis 22. Februar 2026.
A = Antholz: Die traditionelle Weltcup-Station im Südtirol unweit der österreichischen Grenze ist Austragungsort der Biathlon-Bewerbe.
B = Bocelli: Tenor Andrea Bocelli und Pop-Star Mariah Carey sind Teil der Eröffnungsfeier am 6. Februar im Mailänder San-Siro-Stadion. Sie sollen eine «Brücke zwischen Musik und Sport» schlagen. Carey wird auf Italienisch singen.
C = Cortina d’Ampezzo: Der traditionsreiche Wintersportort in den Dolomiten ist Schauplatz der alpinen Skirennen der Frauen auf der legendären Tofana, der Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton sowie der Curling-Turniere.
D = Dolomiten: Olympia 2026 trägt Mailand im Namen, die Mehrzahl der Wettkämpfe findet aber in den italienischen Dolomiten statt.
E = Eugenio Monti: Der Bau des neuen Eiskanals in Cortina d’Ampezzo war heftig umstritten und kostete mehr als 100 Millionen Euro. Benannt ist die Kunsteisbahn nach dem zweifachen italienischen Bob-Olympiasieger von 1968 und neunfachen Weltmeister.
F = Fackellauf: Die olympische Flamme ist seit dem Start in Rom am 6. Dezember bis zum Eintreffen am 6. Februar in Mailand auf Reisen. 10’001 Fackelträger bringen sie über 12’000 Kilometer durch 60 Etappenstädte und alle 110 italienischen Provinzen.
G = Gold. An den diesjährigen Spielen werden 116 Goldmedaillen beziehungsweise Medaillensätze vergeben. Das bedeutet Rekord.
H = Heimvorteil: Mit Heimvorteil wollen italienische Hoffnungsträger wie Tommaso Giacomel, Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi (Biathlon), Arianna Fontana (Eisschnelllauf), Federico Pellegrino (Langlauf) oder die Ski-alpin-Fraktion um Giovanni Franzoni, Sofia Goggia und Federica Brignone Medaillen gewinnen.
I = Internationales Olympisches Komitee: Das IOC vergab die 25. Olympischen Winterspiele im Juni 2019 an Mailand-Cortina. Die Italiener setzten sich im ersten Wahlgang mit 47 Stimmen gegen Stockholm-Are (34) durch.
J = Jubiläum: Ein Jahrestag der beschämenden Art jährt sich während der Winterspiele zum 20. Mal. Während der Winterspiele 2006 in Turin führten am Abend des 18. Februar Carabinieri in den Privatquartieren der österreichischen Biathleten und Skilangläufer eine Doping-Razzia durch. Der Skandal wirkte Jahre nach.
K = Kasse. Für Podestplätze an Olympischen Spielen gibt es nicht nur Medaillen, sondern auch Geld. Ein Sieg von Schweizer Einzel-Sportlerinnen und -Sportlern wird mit 50’000 Franken, Platz 2 mit 40’000 und Platz 3 mit 30’000 Franken belohnt. Für (kleinere) Teams gibts 75’000, 65’000 und 55’000 Franken, für (grössere) Mannschaften 100’000, 90’000 und 80’000 Franken. Die Höhe der Erfolgsbeiträge hat der Exekutivrat von Swiss Olympic festgelegt.
L = Livigno: Der auf 1800 Metern über Meer gelegene Ort an der Grenze zur Schweiz ist das olympische Zentrum der Freestyle- und Snowboard-Wettkämpfe.
M = Müll: Reisende sind angehalten, sich an die Regeln zu halten. So wurden in Italien die Strafen für das Wegwerfen von Abfall während der Autofahrt drastisch erhöht. Im Extremfall drohen bis zu 18’000 Euro Busse.
N = NHL: Erstmals seit zwölf Jahren macht die stärkste Eishockeyliga der Welt für die Olympischen Spiele eine Pause und ermöglicht so den Stars die Teilnahme.
O = Odermatt. Marco Odermatt ist selbstredend auch an diesen Spielen einer der grössten Schweizer Hoffnungsträger auf Edelmetall. Der Nidwaldner ist bereits Olympiasieger. Vor vier Jahren hat er Gold im Riesenslalom gewonnen.
P = Parallel. Im Programm von Ski alpin fehlt zumindest diesmal der im Parallel-Format ausgetragene Wettkampf für gemischte Teams. Grund dafür ist die grosse räumliche Distanz zwischen Cortina d’Ampezzo, wo die Frauen ihre Rennen fahren, und Bormio, wo die Männer zu Gast sind.
Q = Quarantäne: Die Spiele vor vier Jahren in Peking standen ganz im Zeichen der Covid-Pandemie, tagelange Quarantäne war der Schrecken einiger Sportlerinnen und Sportler. In Italien soll es wieder ein offenes Fest werden.
R = Regez: Der Skicross-Fahrer Ryan Regez ist einer von vier Schweizer Olympiasiegern von Peking, die an diesen Winterspielen wieder dabei sind. Neben dem Berner Oberländer und Odermatt sind auch Corinne Suter, die vor vier Jahren Gold in der Abfahrt gewonnen hat, und die Freeski-Spezialistin Mathilde Gremaud, die sich in China Gold im Slopestyle (und Bronze im Big Air) geholt hat, wieder dabei. Abfahrts-Olympiasieger Beat Feuz hat seine Karriere beendet, Lara Gut-Behrami und Michelle Gisin, die Gold-Gewinnerinnen im Super-G beziehungsweise in der Kombination, sind verletzt.
S = Stelvio: Auf der legendären Piste in Bormio gehen die Alpinski-Rennen der Männer über die Bühne. Auch die Olympia-Premiere im Skibergsteigen wird hier ausgetragen.
T = Team: Mit 175 Teilnehmenden ist die Schweizer Delegation an Olympischen Winterspielen so gross wie noch nie.
U = Unterkünfte: Es gibt olympische Dörfer, viele Athletinnen und Athleten wohnen aber in Hotels und Unterkünften, die sie von Weltcup- oder WM-Veranstaltungen an den jeweiligen Orten kennen.
V = Verona: In der Verona Olympic Arena wird die Schlussfeier vor 12’000 Zuschauern ausgetragen.
W = Wettkampfprogramm: Die 116 Wettkämpfe werden in 16 Sportarten ausgetragen, 54 davon entfallen auf die Männer, 50 auf die Frauen, 12 auf Mixed-Wettbewerbe.
X = XXV: Die Winterspiele werden zum 25. Mal abgehalten.
Y = Youngster: Die jüngsten Schweizer Teilnehmer sind Laure Mériguet und Mischa Zürcher. Die Eishockeyspielerin und der Snowboardfahrer sind erst 17-jährig.
Z = Zuschauer: Schweizer Fans werden aufgrund der kurzen und günstigen Anreise ihre Idole zahlreicher als in Vancouver (2010), Sotschi (2014), Pyeongchang (2018) und Peking (2022) vor Ort anfeuern können. So günstig die Anreise sein wird, so teuer sind teilweise aber die Tickets und die Unterkünfte.
