Epstein-Vertrauter als Botschafter in USA: Druck auf Starmer
Politik
February 4, 2026

Epstein-Vertrauter als Botschafter in USA: Druck auf Starmer

Die Berufung des früheren Ministers und Epstein-Freunds Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA vor einem Jahr droht für Grossbritanniens Premierminister Keir Starmer zum Debakel zu werden.

Unter dem Druck der Opposition und seiner eigenen Fraktion will die Regierung in London nun Dokumente zu Mandelsons Berufung und Sicherheitschecks veröffentlichen, wie der «Guardian» und die Nachrichtenagentur PA berichteten. Ausgenommen seien Informationen, die der nationalen Sicherheit des Landes oder dessen internationalen Beziehungen schaden könnten.

Die oppositionellen Konservativen hatten zuvor einen Beschluss zur Abstimmung im Parlament vorgelegt, der die Veröffentlichung umfangreicher Dokumente und Kommunikation im Zusammenhang mit Mandelsons Berufung fordert. Britischen Medien zufolge musste Starmer trotz satter Mehrheit im Parlament befürchten, die Abstimmung zu verlieren. Ein von der Regierung eingebrachter Änderungsantrag soll die Beschlussvorlage nun entschärfen.

Enge Verbindung zwischen Mandelson und Epstein

Der ehemalige Wirtschaftsminister und EU-Kommissar Mandelson taucht prominent in den Epstein-Akten auf. Die Nähe des ehemaligen Labour-Veteranen zu dem verstorbenen US-Multimillionär, der einen Missbrauchsring mit teils minderjährigen Opfern betrieben hatte, kostete ihn bereits seinen Botschafterposten.

Doch kürzlich vom US-Justizministerium veröffentlichte Akten zeigen, dass Mandelson deutlich enger mit Epstein verbandelt war als zunächst bekannt. So sollen er und sein Ehemann jeweils Zahlungen von mehreren Zehntausend Pfund erhalten haben. E-Mail-Verläufe legen sogar nahe, dass Mandelson während der Finanz- und Wirtschaftskrise sensible Informationen an den US-Investor weitergegeben haben könnte.