In der Wundertüte Mixed-Doppel eine Medaille im Visier
Die Curler Briar Schwaller-Hürlimann und Yannick Schwaller stehen am Mittwoch als erste Schweizer bei den Olympischen Winterspielen im Einsatz. Im Mixed-Doppel strebt das Ehepaar eine Medaille an.
Das Mixed-Doppel steht zum dritten Mal im Programm der Winterspiele. Bei den ersten beiden Austragungen vertraten Jenny Perret und Martin Rios die Schweiz. Bei der Premiere 2018 holte das Duo Silber, vor vier Jahren belegte es den 7. Platz.
Sowohl für die 32-jährige Briar Schwaller-Hürlimann als auch für den 30-jährigen Yannick Schwaller sind es die ersten Olympischen Spiele – letzterer tritt auch mit dem Männerteam an. Die beiden nahmen gemeinsam zweimal an Weltmeisterschaften teil und belegten dabei die Ränge 7 (2023) und 4 (2024). In Cortina soll es mit einer Medaille klappen. Yannick Schwaller betont gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA: «Wir wollen in erster Linie mit uns zufrieden sein. Wenn wir das sein können, gehe ich davon aus, dass wir sehr nah an einer Medaille sein werden.»
Dieser Ansatz ist umso verständlicher, da das Mixed-Doppel sehr unberechenbar ist. Yannick Schwaller sagt: «Es ist manchmal fast etwas eine Wundertüte.» Das liegt daran, dass bei jedem der zehn Ends bereits zwei Steine liegen, was das Spiel taktisch anspruchsvoller macht. Deshalb können die Vorteile schnell wechseln. «In einer Sekunde liegst du sehr gut, in der anderen bist du in Schwierigkeiten», erklärt Briar Schwaller-Hürlimann. «Das macht es so knifflig, aber für die Zuschauer umso interessanter.»
Die beiden sehen es als Vorteil, dass sie auch neben dem Eis ein Paar sind. «Natürlich bringt es auch Herausforderungen mit sich, aber es hat mehr Positives als Negatives», so Schwaller-Hürlimann. Yannick Schwaller ergänzt: «Wir können uns schneller und besser lesen, dadurch brauchen wir weniger Aufwand, um kommunikativ auf einem höheren Level zu sein.» Das helfe, weil er noch in einer anderen Disziplin unterwegs sei.
Im ersten Spiel am Mittwochabend treffen die Schweizer auf Estland. Jedes Team bestreitet in der Round Robin neun Partien – die besten vier qualifizieren sich für die Halbfinals vom 9. Februar.
