Ältere fehlen nach Skiunfällen länger auf der Arbeit als Junge
Die Auswirkungen von Schneesportunfällen sind laut der Suva erheblich. Davon seien nicht nur Verunfallte, sondern auch Unternehmen und Arbeitsteams betroffen, die jährliche Ausfälle von knapp 827'000 Arbeitstagen auffangen müssten.
In einer am Freitag veröffentlichten Auswertung zeigte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), dass es bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit einen deutlichen Altersunterschied gibt.
Nach einem Unfall würden Schneesportlerinnen und Schneesportler zwischen 45 und 54 Jahren am längsten bei der Arbeit fehlen. Während Verunfallte im Alter von 15 bis 24 Jahren im Durchschnitt rund 21 Tage Ausfallentschädigung in Anspruch nehmen, belaufe sich dieser Wert bei den 55- bis 64-Jährigen auf rund 27 Tage.
Während die Zahl der Wintersportunfälle in den letzten 15 Jahren nur leicht gestiegen sei (+6 Prozent), habe die Anzahl entschädigter Arbeitstage zeitgleich stark zugenommen (+16 Prozent). «Menschen fallen heute nach Schneesportunfällen deutlich länger aus als früher», so das Fazit der Suva.
Diese Entwicklung führte die Unfallversicherung auf den demografischen Wandel der letzten Jahre zurück: Gemäss der Suva habe sich der Anteil von Verunfallten über 44 Jahre in den letzten 15 Jahren ebenfalls vervielfacht.
Rund 35’000 Unfälle pro Jahr verzeichnete die Suva. Die Ursache sei mangelnde Vorbereitung, Übermüdung oder Selbstüberschätzung.
