Claudia Riegler neu älteste Starterin bei Winterspielen
Sport
February 8, 2026

Claudia Riegler neu älteste Starterin bei Winterspielen

Die österreichische Snowboarderin Claudia Riegler sichert sich mit 52 Jahren einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Das sind die Olympia-Splitter vom Sonntag.

52-jährig und noch nicht müde

Die österreichische Snowboarderin Claudia Riegler avancierte am Sonntag in Livigno zur ältesten Teilnehmerin bei Olympischen Winterspielen. Die 52-Jährige trat im Parallel-Riesenslalom an und löste damit die deutsche Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ab. Mehr als 31 Jahre nach ihrem Debüt im Weltcup und 22 Jahre, nachdem sie wegen ihrer damals 30 Jahre aus Altersgründen aus dem österreichischen Aufgebot geworfen war, meinte Riegler nach dem Achtelfinal-Out: «Ich kann immer noch mit den jungen Mädchen mithalten und mich mit ihnen messen.» Ein letztes grosses Ziel hat die nimmermüde Riegler nun noch: «Nächstes Jahr finden die Weltmeisterschaften in Österreich statt, im eigenen Land. Das wäre ein wirklich schöner Abschluss für mich.»

35 Schweizer und ihre Tiny Houses

Platzangst? Für manche der Schweizer Olympia-Teilnehmer ein Tabu. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, logieren 35 Schweizer Athleten während den Spielen in Tiny Houses etwas ausserhalb von Cortina d’Ampezzo. Neun Quadratmeter gross seien die improvisierten Unterkünfte, die sich in dem Containerdörfchen auf einem Flugplatz rund fünf Kilometer ausserhalb von Cortina befinden. Einige würden sich die Tiny Houses sogar teilen. Die Rodlerin Natalie Maag, die einen der Container bewohnt, verglich die Atmosphäre mit einem Wintercampingfeeling.

Fünf Flieger voll mit NHL-Stars

Nach den Fahnenträgern Nino Niederreiter, Leon Draisaitl (Deutschland) und David Pastrnak (Tschechien) sind am Sonntag zahlreiche weitere NHL-Stars im Olympischen Dorf in Mailand eingetroffen. Fünf Flieger schickte die nordamerikanische Profiliga am Sonntag aus den USA nach Italien. Unter den Passagieren waren auch einige der zehn Schweizer Olympia-Teilnehmer aus der NHL.

Breezys Medaillen-Panne

Produkt-Enttäuschung Olympia-Medaille? Die US-Skirennfahrerin Breezy Johnson präsentierte nach ihrem Abfahrtssieg ihre Goldmedaille – allerdings ohne Band, und das nicht als erste Athletin. Sie sei herumgehüpft, dabei sei ihre Goldmedaille vom Band gerissen, berichtete Johnson nach ihrer Triumphfahrt in Cortina. «Nicht damit springen», sagte die 30-Jährige selbstironisch, als sie an der Pressekonferenz nach dem Rennen die Einzelteile präsentierte: die Goldmedaille, das Medaillenband und den herausgerissenen Stift, der beides verbinden sollte. Ähnliches war tags zuvor schon der schwedischen Langläuferin Ebba Andersson nach deren Silber-Coup im Skiathlon passiert.

Wer ist hier der Loser?

Am Samstag äusserte sich der amerikanische Ski-Freestyler Hunter Hess kritisch zur politischen Lage in seinem Heimatland. Die Antwort von US-Präsident Donald Trump liess nicht lange auf sich warten: Hess – «ein echter Loser» – sage, er würde die USA bei den Olympischen Spielen nicht vertreten, behauptete Trump auf seiner Plattform Truth Social. Wenn das der Fall sei, hätte sich Hess nicht darum bemühen sollen, Teil des US-Teams zu werden. Es sei schade, dass Hess dabei sei, schrieb Trump. Hess hatte von gemischten Gefühlen gesprochen, die er angesichts der Situation in den USA verspüre: «Nur weil ich die Flagge trage, heisst das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert.»