Olympia: Das sagen die Schweizerinnen zum Rennen und zum Sturz von Lindsey Vonn
Breezy Johnson wird Abfahrts-Olympiasiegerin, die Schweizerinnen landen alle ausserhalb der Top-10. Um Lindsey Vonn spielt sich derweil ein Drama ab. Die Reaktionen.
Die Stimmen zu Lindsey Vonns Sturz:
Breezy Johnson (Olympiasiegerin): «Ich habe sehr viel Mitgefühl für Lindsey. Es ist so schwierig, denn die Piste ist wunderschön, wir lieben sie alle. Umso schlimmer ist es, wenn man sich dann verletzt. Ich hoffe, es nicht nicht das Ende für sie. Aber ich wess es nicht.»
Malorie Blanc (20.): «Es ist ganz speziell hier im Zielraum nach Lindseys Sturz. Ich hoffe, dass es nicht zu schlimm ist. Sie hat es probiert, und ich habe mega viel Respekt davor, was sie gemacht hat. Es ist unglaublich, wie leise es hier war.»
Jasmine Flury (19.): «Es ist gerade nicht so ein Kessel, die Stimmung geht etwas verloren. Lindsey wollte das seit dem Sommer, jetzt kam Crans-Montana, das ging alles um die Welt. Deswegen wurde es hier, denke ich, auch leise bei ihrem Sturz.»
Janine Schmitt (17.): «Ich hoffe, Lindseys Sturz war nicht allzu schlimm. Ich habe den Sturz nicht gesehen, weil ich mich gerade am Umziehen war. Aber das ist vielleicht auch besser so.»
Die Stimmen zum Rennen:
Breezy Johnson (Olympiasiegerin): «Es ist so surreal. Man arbeitet so hart, und dann hängen sie dir innerhalb von zehn Sekunden eine Goldmedaille um und die Leute sind für immer neidisch auf dich. Aber niemand sieht dann, was alles dahinter steckt. Ich denke nicht, dass irgendjemand neidisch auf meine vergangenen vier Jahre wäre. Aber heute, heute sind sie es vielleicht. Es ist ein verrücktet Moment. Vor vier Jahren hätte ich das wohl nicht für möglich gehalten.»
Corinne Suter (14.): «Es war sicher ein Schritt in die richtige Richtung für mich. Im Vergleich zum Samstag waren die Bedingungen wieder anders, aber ich hatte mehr Grundspeed. Unten ist mir dann ein Fehler unterlaufen, das hat mir das Tempo etwas genommen. Jeder Kilometer, den ich wieder fahren kann, ist gut. Ich hatte heute mega Freude am Skifahren, das ist mir das Wichtigste. Ich weiss, ich kann darauf aufbauen, es ist noch nicht vorbei.»
Malorie Blanc (20.): «Es war ganz lustig, die Nummer 1 zu haben, ich finde das cool und habe es als etwas Positives genommen. Ich habe versucht, mich auf mich zu konzentrieren. Klar, ich bin ein bisschen enttäuscht, aber ich muss es als Erfahrung sehen. Gerade emotional war es viel die letzten Wochen, das spüre ich jetzt. Ich bin in einer Phase meiner Karriere, in der ich noch aufbaue, und das muss ich jetzt akzeptieren. Aber klar, ich bin hier, um schnell zu fahren, deswegen ist es ein bisschen frustrierend, wenn der Plan nicht aufgeht. Aber meine Karriere ist noch lange, und ich probiere das mitzunehmen für vier Jahre, wenn ich hoffentlich wieder starten kann. Ich bin noch am Lernen. Und man darf nicht vergessen, Olympia ist noch nicht fertig. Es gibt noch Chancen in der Team-Kombination und im Super-G.»
Jasmine Flury (19.): «Ich habe eigentlich gut angefangen und habe mich wohlgefühlt. Dann hat es mir unten die Ski verschnitten, da fehlt in der Folge das Tempo. Bis dorthin wäre es aber eigentlich ganz okay gewesen. Immerhin bleibe ich nach einer solchen Schrecksekunde im Moment und fahre weiter. Es ist noch offen, wer in der Team-Kombination antritt, aber ich würde sehr gerne nochmals hier runterfahren.»
Janine Schmitt (17.): Es hat sehr viel Spass gemacht, aber es war eine recht wilde Fahrt. Gestern konnte ich nur die Hälfte der Strecke fahren, deswegen war die Geschwindigkeit heute sicher ganz anders. Meine erste Olympia-Abfahrt, das ist sicher ein Meilenstein. Am Morgen war ich noch sehr nervös, das wurde auf den Start hin dann aber besser. Ich habe mich wirklich sehr gefreut, zu fahren, gerade bei diesem Wetter und diesem Panorama. Ich glaube, es könnte nicht schöner sein. Es hat wirklich sehr, sehr Spass gemacht.”
