Team-Kombi-Gold für Von Allmen/Nef und Silber für Odermatt/Meillard
Sport
9. Februar 2026

Team-Kombi-Gold für Von Allmen/Nef und Silber für Odermatt/Meillard

Die Schweizer liefern in Bormio weitere Medaillen. Nach Abfahrts-Gold gewinnt Franjo von Allmen in der Team-Kombination mit Tanguy Nef nochmals Gold. Silber geht an Marco Odermatt/Loïc Meillard.

Olympia-Debütant von Allmen schaffte damit innert drei Tagen aus Schweizer Sicht Historisches: Der erst 24-jährige Berner ist der erste männliche Alpin-Fahrer aus der Schweiz mit zwei Olympiasiegen.

Das war vor von Allmen weder einem Bernhard Russi oder Pirmin Zurbriggen noch Carlo Janka gelungen. Marco Odermatt, vor vier Jahren in Peking Riesenslalom-Olympiasieger, hat in den kommenden Tagen in Bormio die Gelegenheit, mit seinem jüngeren Teamkollegen gleichzuziehen.

Nef mit Laufbestzeit im Slalom

Nach der Abfahrt, dem ersten Teil des Wettkampfs, der an Winterspielen zum ersten Mal zur Austragung gelangte, lagen die nachmaligen Sieger noch an vierter Stelle. Abfahrts-Olympiasieger von Allmen war vor allem im untersten Teil nicht die gleich unwiderstehliche Fahrt wie zwei Tage zuvor gelungen, weshalb er sich mit 0,42 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Giovanni Franzoni im 4. Rang einreihte.

Doch sein Partner Tanguy Nef, der im Weltcup im Slalom noch nie in die Top 3 fuhr, preschte mit Laufbestzeit überlegen an die Spitze und gewann seine zweite Medaille an einem Grossanlass. Vor Jahresfrist, als die Schweizer Duos an der WM in Saalbach gleich alle drei Podestplätze besetzt hatten, war der 29-jährige Genfer mit Alexis Monney Zweiter geworden. Damals wie jetzt in Bormio zuoberst: Franjo von Allmen. In Österreich hatte sich der Berner Oberländer aus Boltigen zusammen mit Meillard Gold gesichert.

Für Franzoni, vor zwei Tagen mit Olympia-Silber hinter von Allmen, blieb am Ende des Tages nichts Zählbares. Sein Partner Alex Vinatzer verbremste den Slalom komplett, womit das Duo in den 7. Rang zurückfiel.

Erste Olympia-Medaille für Meillard

Für Odermatt/Meillard resultierte der 2. Rang. 0,99 Sekunden Rückstand betrug die deutliche Differenz zu den Siegern. Nach halbem Pensum und einer starken Abfahrt von Odermatt lag das als «Schweiz 1» aufgestellte Team noch um 14 Hundertstel vor ihren Teamkollegen. Doch Slalom-Weltmeister Meillard, der an Olympia 2018 und 2022 noch ohne Medaille geblieben war, büsste zwischen den Stangen mehr als eine Sekunde auf den entfesselten Nef ein.

Trotz des Rückfalls: Meillard mit Odermatt und mit zwei weiteren Schweizern an Olympischen Spielen zusammen auf dem Podests zu sehen – nichts könnte die Glanzzeiten der Schweizer Alpinen besser illustrieren.

Erste Olympia-Medaille für Kriechmayr

Ex-aequo Silber ging an das österreichische Duo Vincent Kriechmayr/Manuel Feller, das nach der Abfahrt fast eine Sekunde hinter Odermatt/Meillard zurücklag. Für den 34-jährigen Kriechmayr war es im siebten Olympia-Rennen die erste Medaille, ebenso für die österreichischen Alpinen an diesen Winterspielen.

Eine herbe Enttäuschung setzte es für die weiteren zwei Schweizer Duos ab. Alexis Monney «übergab» trotz zeitraubendem Fehler im obersten Teil der Piste Stelvio an zweiter Stelle an seinen Slalom-Partner Daniel Yule. Doch der Walliser konnte die Vorlage nicht nutzen: Am Ende blieb nur der 13. Rang.

Gar nur der 18. Platz (unter 20 Klassierten) resultierte für Stefan Rogentin/Matthias Iten. Speed-Spezialist Rogentin hatte in der Abfahrt fast zwei Sekunden auf die Besten eingebüsst, Olympia-Debütant Iten kam im Slalom auch nicht auf Touren.