Lea Meier erhält ein olympisches Diplom
Sport
11. Februar 2026

Lea Meier erhält ein olympisches Diplom

Die Biathletin Lea Meier überzeugt im Einzel über 15 km mit einem starken 7. Rang. Ihr zweites Gold nach dem Triumph mit der Mixed-Staffel holt sich Julia Simon.

Lea Meier schüttelte ihre leise Enttäuschung nach dem Auftritt in der Mixed-Staffel souverän ab. Die Bündnerin erreichte eine Trefferquote von 95 Prozent. Der einzige Fehlschuss unterlief ihr im ersten Stehend-Anschlag. Die 24-Jährige hat erst in dieser Saison den Durchbruch geschafft. Sie trifft nicht nur, sondern performt auch in der Loipe. Sie war an diesem Mittwoch die schnellste ihres Teams.

Der stärkste Schweizer Trumpf in der Person von Amy Baserga stach nicht. Bereits in den ersten beiden Schiesseinlagen wurde je eine Strafminute zur Laufzeit addiert. Die 25-jährige aus Einsiedeln, die heuer im Weltcup bereits dreimal Platz 5 erreicht hatte, leiste sich insgesamt drei Fehler. Auch Lena Häcki-Gross liess drei Scheiben stehen. Für die Frauen aus Einsiedeln und Engelberg resultierten die Plätze 39 und 42.

Selina Gasparin, die älteste Schwester von Aita Gasparin, hatte 2014 in Sotschi in dieser Disziplin 20 Treffer gelandet und Silber gewonnen. 12 Jahre später war auch Aita Gasparin bis vor dem letzten Schiessen fehlerfrei unterwegs, ehe zwei Scheiben stehen blieben. Allerdings reicht die Laufleistung der 32-Jährigen nicht, um in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Die letzte noch aktive Gasparin-Schwester klassierte sich im 35. Rang.

Frankreichs Frauen feierten mit Julia Simon und Lou Jeanmonnot einen Doppelsieg. Die Bronzemedaille holte überraschend die Bulgarin Lora Christowa. Die 22-Jährige räumte im Gegensatz zu den Französinnen alle Scheiben ab. Das Einzel ist eine schiesslastige Disziplin: Statt mit einer Strafrunde von rund 20 Sekunden wird ein Fehler mit einer Strafminute abgegolten.