St. Gallen und Zürich mit Heimsiegen, Lugano spielt nur Remis
Sport
11. Februar 2026

St. Gallen und Zürich mit Heimsiegen, Lugano spielt nur Remis

St. Gallen kommt in der 24. Runde der Super League zu einem Heimsieg gegen die YB. Dank des 2:1 rücken die Ostschweizer an Lugano vorbei auf den 2. Platz vor. Die Tessiner spielen gegen Servette 1:1.

Im dritten Spiel vom Mittwoch gelang dem FC Zürich mit dem 3:0 gegen Winterthur der Befreiungsschlag. Letztmals hatten die Zürcher am 6. Dezember ein Spiel gewonnen.

Am Donnerstag stehen die letzten beiden Partien der 24. Runde an. Basel gastiert in Sitten und der Leader FC Thun empfängt Lausanne-Sport.

St. Galler Sieg trotz geringer Effizienz

YB geriet in St. Gallen wie so oft in dieser Saison schon früh in eine ungemütliche Lage. Die Gegentore neun und zehn in der Startviertelstunde standen am Ursprung der 1:2-Niederlage. Keine fünf Minuten waren gespielt, als sich die Berner Abwehr ein erstes Mal von einem Pass in die Tiefe überraschen liess. Carlo Boukhalfa verwertete die starke Vorlage von Lukas Daschner. In der 11. Minute war es erneut der deutsche Spielmacher, der den Pass Richtung Aliou Baldé spielte. Der formstarke Stürmer, der in den letzten acht Partien sechsmal getroffen hat, gewann sein Duell mit Goalie Marvin Keller souverän.

Anders als in diesem Jahr gegen Servette (2:4) und Luzern (2:2) brachten die St. Galler diesmal den Zweitore-Vorsprung über die Zeit, auch wenn sie nach dem starken Start in die Partie die Effizienz vermissen liessen. In den letzten Minuten vor der Pause vergaben Alessandro Vogt und Baldé drei Topchancen, wobei zweimal Marvin Keller stark hielt und einmal die Latte für die Berner rettete. Und auch nach dem Seitenwechsel gab es viele Aktionen, die zum dritten Treffer hätten führen können.

Die Reaktion der Young Boys war enttäuschend. Viel zu oft wurden die Bälle bereits auf dem Weg Richtung gegnerischer Platzhälfte verloren, und in der Nähe des St. Galler Strafraums gingen ihnen meistens die Ideen aus. Der Ehrentreffer fiel erst kurz vor dem Schlusspfiff: Christian Fassnacht erzielte im 303. Spiel seinen 100. Treffer für die Young Boys.

Das Ende der FCZ-Durststrecke

Nach sieben Spielen ohne Sieg und drei Tage nach der brutalen Niederlage in Basel heisst es Aufatmen beim FC Zürich. Das Team von Trainer Dennis Hediger kam im Heimspiel gegen Winterthur durch Tore von Nevio Di Giusto und Doppeltorschütze Philippe Keny zu den ersten drei Punkten seit drei Monaten und kann wieder Richtung Meisterrunde schielen.

Mit Nevio Di Giusto spielte einer eine entscheidende Rolle, der eigentlich gar nicht im Zürcher Kader sein sollte. Der jüngere Bruder vom Luzerner Matteo Di Giusto kehrte in der Winterpause vorzeitig von einer Leihe in Vaduz zurück, wo er in der Challenge League nur spärlich zum Einsatz gekommen war. Gegen Winterthur stand er zum zweiten Mal in Folge für den FCZ in der Startformation und erzielte in der 7. Minute das 1:0. Am 2:0 von Keny, der sein neuntes Saisontor erzielte, war der schon gegen Basel mutig aufspielende Di Giusto mit dem vorletzten Pass beteiligt. Das 3:0 schoss Keny tief in der Nachspielzeit mit einem schönen Freistoss.

Der FC Winterthur war vor allem weniger effizient als der FCZ. Topskorer Andrin Hunziker vergab in der Startviertelstunde zwei gute Möglichkeiten, bei der zweiten scheiterte er am exzellent reagierenden Goalie Silas Huber, der zum dritten Mal in Folge den Vorzug gegenüber Yanick Brecher erhielt. Auch nach der Pause vergab der FCW Chancen auf das 1:2.

Servettes Ausgleich in der Schlussviertelstunde

Der FC Lugano musste sich daheim gegen Servette mit einem Punkt begnügen. Das zehnte Saisontor von Kevin Behrens (13.) und einen von Amir Saipi gegen Servettes Bosnier Miroslav Stevanovic gehaltenen Penalty (39.) reichten den Tessinern nicht. In der 77. Minute gelang dem kurz zuvor eingewechselten Samuel Mraz mit seinem sechsten Saisontor das 1:1. Durch das Remis verkürzten die Genfer den Rückstand auf das sechstplatzierte YB immerhin um einen Punkt auf sechs Zähler. Lugano droht derweil weiter Terrain auf Thun zu verlieren.

Telegramm und Tabelle:

Zürich – Winterthur 3:0 (2:0)

11’739 Zuschauer. – SR Wolfensberger. – Tore: 7. Di Giusto 1:0. 29. Kény (Krasniqi) 2:0. 98. Kény 3:0.

Zürich: Huber; Kamberi, Vujevic, Hack, Comenencia; Palacio (74. Bangoura), Tsawa (74. Reverson); Di Giusto (64. Kablan), Krasniqi, Emmanuel (87. Fischer); Kény.

Winterthur: Kapino; Sidler (75. Maluvunu), Arnold, Citherlet, Smith (46. Maksutaj); Jankewitz (86. Diaby), Durrer (56. Kryeziu), Kasami; Golliard (74. Buess), Hunziker, Schneider.

Bemerkungen: 83. Kapino hält Penalty von Kény. Verwarnungen: 46. Kasami, 67. Hunziker, 68. Palacio, 86. Bangoura, 90. Maluvunu, 91. Reverson, 97. Kryeziu.

St.Gallen – Young Boys 2:1 (2:0)

14’021 Zuschauer. – SR Cibelli. – Tore: 5. Boukhalfa (Daschner) 1:0. 11. Balde (Daschner) 2:0. 95. Fassnacht (Fernandes) 2:1.

St.Gallen: Zigi; Gaal, Stanic (46. Kleine-Bekel), Okoroji; Vandermersch (89. Ruiz), Görtler (92. Stevanovic), Daschner, Boukhalfa, Witzig; Vogt (76. Besio), Balde (90. Weibel).

Young Boys: Keller; Janko, Lauper, Benito, Bukinac (68. Valery); Raveloson (68. Bedia), Fernandes; Males (68. Sanches), Fassnacht, Virginius (80. Gigovic); Córdova (88. Pech).

Bemerkungen: Verwarnungen: 32. Görtler, 36. Stanic, 54. Fernandes, 59. Raveloson, 88. Kleine-Bekel, 94. Witzig.

Lugano – Servette 1:1 (1:0)

SR Schnyder. – Tore: 13. Behrens 1:0. 77. Mráz 1:1.

Lugano: Saipi; Mai, Kelvin, Carbone (52. Steffen); Zanotti, Kendouci (68. Maslarov), Papadopoulos, Cimignani; Daniel Dos Santos, Bottani (52. Koutsias); Behrens.

Servette: Mall; Burch, Severin, Mazikou; Houboulang Mendes (88. Allix), Fomba (57. Lopes), Douline, Njoh; Cognat; Stevanovic, Atangana (68. Mráz).

Bemerkungen: 39. Saipi hält Penalty von Stevanovic. Verwarnungen: 16. Kendouci, 16. Bottani, 26. Douline, 29. Carbone, 73. Severin.

1. Thun 23/52 (51:27). 2. St. Gallen 23/42 (45:30). 3. Lugano 24/42 (40:29). 4. Basel 23/39 (36:27). 5. Sion 23/34 (34:28). 6. Young Boys 24/33 (45:48). 7. Lausanne-Sport 23/29 (34:32). 8. Zürich 24/28 (36:45). 9. Luzern 24/27 (44:46). 10. Servette 24/26 (40:47). 11. Grasshoppers 24/20 (33:45). 12. Winterthur 23/14 (27:61).