Blanc schwärmt von Mozzarella, Johnson wird im Ziel überrascht
Olympiasiegerin Breezy Johnson wird überrascht, die Schweizer Skifahrerinnen geniessen italienisches Essen und lettische Fans legen den Bustransport lahm. Das sind die Olympia-Splitter vom Donnerstag.
Wenns rot-weiss prickelt
Im Gegensatz zum Verkehrschaos zu Beginn der Spiele bei den ersten Biathlon-Rennen in Antholz läuft es im rund 350 Kilometer südwestlich gelegenen Mailand deutlich besser. Die U-Bahnen sind zwar oft stark ausgelastet, doch anstehen muss man höchstens bei den Sicherheitskontrollen vor den Arenen. Eine längere Schlange gibt es jeweils auch im Fan-Village – vor dem Erlebnis-Pavillon eines in Schweizer Farben gehaltenen Getränkeherstellers. Die Wartezeit beim offiziellen Olympia-Sponsor lohnt sich jedoch: Neben einer personalisierten Getränkedose mit Namen und Foto gibt es als Souvenir ein Erinnerungsbild mit einer – wenn auch nicht brennenden – olympischen Fackel sowie eine schlichte Wintermütze, die von Weitem kaum von einem Schweizer Fan-Utensil zu unterscheiden ist.
Ring statt Medaille für Johnson
Erst der Schreck, dann die freudige Überraschung: Skirennfahrerin Breezy Johnson hat nach einem Sturz im olympischen Super-G von Cortina zwar keine weitere Medaille bekommen, dafür aber einen Verlobungsring an den Finger. Ihr langjähriger Freund Connor Watkins machte der Amerikanerin im Zielbereich einen Heiratsantrag. Die Abfahrts-Olympiasiegerin habe «Ja» gesagt, teilte das US-Ski-Team in den sozialen Medien mit und gratulierte. Johnson war vier Tage nach ihrem Gold-Ritt in der Abfahrt diesmal gestürzt und in die Fangnetze gekracht. Die 30-Jährige blieb allerdings unverletzt und stand wieder auf. Zum Glück. Schliesslich wartete im Ziel die schöne Überraschung.
Lieber italienische Küche als Olympiaessen
Von den Medaillen waren die Schweizer Skifahrerinnen in Cortina bislang noch weit entfernt. Um ihr leibliches Wohl müssen sie sich allerdings keine Sorgen machen. Sie logieren im bewährten Hotel, das sie von den Weltcuprennen bereits bestens kennen, und schätzen vor allem das feine italienische Essen dort. Bresaola und Mozzarella seien besonders gut, schwärmte Malorie Blanc. Die Skicracks besuchten auch das olympische Dorf und hatten Freude an der Atmosphäre und den Begegnungen. Vom Essen waren sie weniger begeistert und kehrten gerne ins Hotel zurück.
Lettische Fans legen Bustransport lahm
Fanmärsche kennt man primär aus dem Fussball, nicht von Olympischen Spielen. Am Donnerstagabend zogen jedoch etwa 300 lettische Eishockeyfans vor dem Duell mit den USA mit Fahnen und Pauken von der U-Bahn-Station zum Stadion und legten mit ihrem halbstündigen Fussmarsch kurzerhand den Bustransport lahm. Ein Grossteil der dadurch aufgehaltenen Zuschauer des Spiels Kanada-Tschechien nahm es mit Humor. Vereinzelt waren allerdings auch «Go USA»-Rufe zu hören.
