Nadja Kälin kann Exploit aus Skiathlon nicht wiederholen
Nadja Kälin schafft über 10 km Skating mit Einzelstart mit Platz 14 das beste Schweizer Resultat. Frida Karlsson läuft derweil in einer eigenen Liga.
Nadja Kälin, die im Skiathlon mit Platz 4 überzeugt hatte, blieb diesmal ohne zweiten Exploit. Nach einem verhaltenen Start steigerte sich die Bündnerin im Rennverlauf und fing noch Nadine Fähndrich ab. Diese zeigte eine engagierte Leistung und verarbeitete so ihren Frust aus dem Sprint. Die beiden Schweizerinnen klassierten sich mit rund einer Minute Rückstand auf Bronze auf den Plätzen 14 und 16. Marina Kälin belegte den 23. Rang und büsste etwa 20 Sekunden auf ihre Teamkolleginnen ein. Lea Fischer beendete das Rennen als 52.
«Ich habe die Umstellung von der Einlaufstrecke auf die Rennstrecke nicht geschafft», kommentierte Nadine Kälin zu ihrem mässigen Start. Wegen der Wärme wurde die Rennstrecke gesalzen und somit härter gemacht, während das Aufwärmen im Sulzschnee stattfand. Nadine Fähndrich war mit ihrer Leistung und dem besten Skating-Distanzrennen der Saison zufrieden. «Ich konnte mein Tempo durchziehen», sagte sie.
Schwedens Frauen prägen den Langlauf bei Olympia weiterhin deutlich. Frida Karlsson, die sich zum Auftakt der Wettkämpfe in Tesero im Val di Fiemme im Skiathlon durchgesetzt hat, wirkt in den sogenannten Distanzrennen derzeit unantastbar und dürfte Italien mit vier Goldmedaillen verlassen. In der Frauenstaffel und über 50 km klassisch zeichnet sich aktuell keine Konkurrentin ab, die sie ernsthaft bedrängen könnte.
Die 26-jährige Schwedin rückte im Ziel fast noch an ihre Teamkollegin Ebba Andersson heran, die eine Minute vor ihr gestartet war und Silber gewann. Bronze ging an die Amerikanerin Jessie Diggins. Norwegens Frauen verpassten das Podest knapp und belegten mit Astrid Slind, Heidi Weng und Kristin Fosnäs die Ränge 4 bis 6.
