Starke Schweizer Reaktion und Hartwegs Fehlschüsse
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Den Schweizer Biathleten gelang im 10-km-Sprint eine tolle Reaktion auf das enttäuschende Rennen über 20 km. Joscha Burkhalter war als 14. erneut der bestklassierte Schweizer.
Über 20 km liefen die Schweizer auf die Plätze 36 (Burkhalter), 59 (Hartweg), 60 (Stalder) und 63 (Finello). Drei Tage später schafften es Joscha Burkhalter, Sebastian Stalder (15.) und Niklas Hartweg (17.) unter die Top 20. Hartweg liebäugelte sogar bis zum zweiten Schiessen mit den Medaillen.
2022 in Ruhpolding im Sprint als Dritter und Ende 2022 in Kontiolahti im Einzelrennen sogar als Zweiter hatte es Hartweg im Weltcup zweimal aufs Podest geschafft. Bis zum Stehendschiessen befand sich Niklas Hartweg erneut hoffnungsvoll im Rennen. Mit zwei Fehlschüssen und dadurch zwei Strafrunden (Zeitverlust rund 45 Sekunden) vergab Hartweg aber all diese Hoffnungen.
Wieder Fillon Maillet
Aber: Selbst zehn Treffer hätten Hartweg womöglich nicht zu Edelmetall gereicht. Denn vorne ging am Ende gewaltig die Post ab. Die Spitzenläufer räumten die Scheiben fast im «Serienfeuer» ab. Die Top 5 leisteten sich keinen Schiessfehler. Der Franzose Emilien Jacquelin, der lange geführt hatte, büsste für sein hohes Starttempo und fiel am Ende um zwei Zehntel sogar aus den Medaillenrängen.
Dennoch triumphierte Frankreich: Quentin Fillon Maillet (33) – der grosse Olympia-Held von 2022 in Peking – holte Gold von den Norwegern Vetle Christiansen und Sturla Holm Laegreid. Fillon Maillet hatte in Peking fünf Medaillen (3x Gold, 2x Silber) abgeräumt. Erst ein Biathlon-Rennen an den Winterspielen in Italien endete nicht mit einem französischen Erfolg: Über 20 km hatte sich der Norweger Johan-Olav Botn durchgesetzt.
Gute Ausgangslage
Joscha Burkhalter, der die ersten zwei Olympia-Rennen der Männer als bester Schweizer Biathlet beendete, fasste die Gemütslage im Schweizer Team gut zusammen. «Wir sind definitiv zufrieden, dass uns eine sehr gute Reaktion auf das erste Rennen gelungen ist. Jetzt verfügen wir für das Verfolgungsstartrennen vom Sonntag über eine gute Ausgangslage. Da ist gegen vorne womöglich etwas möglich.»
Ganz sicher, wenn die Schweizer im Schiessstand wieder so sicher auftreten wie Burkhalter und Sebastian Stalder, die beide perfekt blieben. «Aber», so Burkhalter, «ich musste in der Loipe zurückstecken, um überhaupt Schiessen zu können.»
